Presse


Freie Presse (Ausgabe, Dezember 2016)



Die Chemnitzer Morgenpost schrieb am 28. Oktober 2010, im Vorfeld des Konzertes in Zwickau

Akustisch und satirisch-literarisch

FELSENREICH im Lutherkeller

Zwickau – Mit Dark Rock und hymnischen Balladen wurde die Chemnitzer Gruppe Felsenreich bekannt. Die Songs aus ihrer zwölfjährigen Geschichte präsentiert die Band am Sonnabend im Zwickauer Lutherkeller im akustischen Gewand.

Ohne Elektrizität geht in der Wave - und Gothic – Szene nicht viel. Die typischen Elemente wie Synthesizer – Klangteppiche und wuchtige Gitarrenwände gelten als die größten Stromfresser.

Die Band Felsenreich will`s trotzdem wagen: Lieder aus zwölf Jahren sollen aufs Wesentliche reduziert und der Gesang lediglich mit Klavier und zwei Akustikgitarren begleitet werden.

Gespickt wird das Konzert mit literarischen Spitzen und satirischen Texten von Renato Wesely.

Verstärkung bekommen Sängerin Romy Unger, Pianist Mathias Sohn und Gitarrist Renato Wesely zudem von ihrem einstigen Bandkollegen Carsten Schaller, der im Jahre 1998 Felsenreich mit gründete.

Das Konzert beginnt am Sonnabend um 21 Uhr. Der Eintritt kostet an der Abendkasse 5 Euro.

Der Chemnitzer Blitz schrieb in seiner Oktoberausgabe:

Mit einer Mischung aus Gothic, Rock und Elektro wird die Chemnitzer Band Felsenreich in Zwickau zu hören sein. Hymnische Balladen, Power – Rock und elektronische Elemente umfasst ihr Spektrum. Der Einsatz von Trompeten und die Einbeziehung diverser Musicals lassen den Stil von Felsenreich nicht eindeutig einer „schwarzen“ Musikrichtung zuordnen. Darauf ist die Band sehr stolz! Das letzte Album “Unschuld“ (2008) ist in Kooperation mit Bruno Kramm (Das Ich) entstanden. Neben bekannten Felsenreich – Songs präsentiert die Band im Keller unter der Lutherkirche auch einige ausgesuchte Coverversionen sowie satirische und kritische Texte zum Zeitgeschehen.

Freie Presse (Ausgabe, Montag 28. Dezember 2009)

Dunkelbuntes Fest für die Freunde der Nacht

Abwechslungsreiche Musik und einfallsreicher Maskenball beim Darkstorm-Festival in der Stadthalle – Ungefähr 3000 Besucher bei 13. Auflage

Von Matthias Zwarg

Erster Weihnachtsfeiertag, das Festessen liegt noch schwer im Magen. Doch für rund 3000 nicht nur ganz junge Leute steht das eigentliche Geschenk erst noch bevor: Das Darkstorm-Festival in der Stadthalle Chemnitz ist ein fester Termin für die Freunde der Nacht – aber eigentlich ist das auch schon ein Klischee. Denn so sehr auch in den an diesem Abend unheiligen Hallen auch das Schwarz dominiert – unter den Masken ist das Darkstorm-Volk so bunt wie alle anderen Völker auch.

Schon als die Chemnitzer Band Felsenreich das Festival stimmungsvoll und atmosphärisch dicht eröffnet, ist der große Saal gut gefüllt. Kostüme von romantisch bis martialisch – ein paar Engel in Weiß, die meisten ganz in Schwarz, reichlich Schminke und tolle Frisuren, ein Kleiderschrank voller Ideen. Manche mit Bildungsauftrag: „Heidentum ist kein Faschismus“ steht auf einem T-Shirt; manche eher ohne, aber mit dem Versprechen: „Anti bis zum Tod“.

Die Szene nimmt alle auf, hier kann jeder nach seiner Fasson unglücklich sein – oder auch nicht – und sich an alte Zeiten erinnern, wie eine kleine Delegation aus dem einst berühmten erzgebirgischen Alternativen Zentrum Kniebreche, die beim Darkstorm etwas wehmütig an die Anfänge des Klubs denkt, in dem viele Bands der Gothic- und Darkwave-Szene schon spielten, als sie noch weit gehend unbekannt waren.

Frank Kempe ist mit ein paar Freunden aus Zschopau gekommen: „Wir waren schon im vorigen Jahr da, werden wohl jetzt jedes Jahr kommen, das ist mal was anderes.“ Er lobt die Bands – vor allem Eisbrecher und Letzte Instanz haben es ihm angetan. Tatsächlich gelingt es den Veranstaltern nun schon 13 Jahre lang, ein abwechslungsreiches Line Up zu organisieren, nebst attraktivem Umfeld, bis hin zur erhöhten Plattform für Rollstuhlfahrer.

Inzwischen singt die Letzte Instanz vom „Maskenball“: „Wenn du nicht lebend sterben willst, dann nimm die Maske einfach ab!“ Das ist nun wirklich nicht wörtlich zu nehmen – die Maskierung gehört zum Spiel und Ironie nicht unbedingt zum Repertoire. Eher schon die Vorherrschaft brettharter Gitarren, inzwischen mit hohem Elektronikanteil, und knallharter Ansagen wie bei ASP, der Band aus Frankfurt/Main, die genau weiß: „Ich bin dein Meister, und du bist nichts als mein Knecht“.

Nicht unwitzig, auch wenn sie nicht so aussehen: Tyske Ludder vom Chemnitzer Label Black Rain, die im Kostüm einer schnellen Eingreiftruppe Gehirnwäsche, Technologiewahn und Militarismus aufs Korn nehmen und ihr Konzert mit einem weit verbreiteten ironischen Video über den Überwachungsdrang des Innenministers gegen „82  Millionen Terroristen in Deutschland“ eröffnen.

Ansonsten gehört ja irgendwie jeder zu einer Minderheit – an diesem Abend ganz besonders der einsame Punker (ohne Kostüm), der nur nicht allein zuhause sitzen will und sich ein paar Stunden amüsiert, „auch wenn das nicht meine Musik ist“. Ob er’s bis zur letzten Band, den Erfindern der Electric Body Music Front 242 aus Belgien, aushält, weiß er denn auch noch nicht. Aber bereut hat er es nicht, dass er gekommen ist.

Freie Presse (Ausgabe, Donnerstag 23. Juli 2009)

Zehn Jahre „Felsenreich“: Geburtstagsfeier mit Konzert

Chemnitzer Darkrocker treten mit Gastmusikern im Südbahnhof auf

Melancholischer, düsterer Rock, tiefsinnige Texte und immer wieder der Klang einer Trompete – das ist „Felsenreich“. Die Chemnitzer Darkrockband feiert 2009 ihr zehnjähriges Bestehen. Am Freitag gibt es aus diesem Anlass ab 22 Uhr ein Jubiläumskonzert im Chemnitzer Südbahnhof. Die anschließende Aftershowparty unter dem Motto „Gothik Oldschool“ bestreitet Eric Sator.

1999 taten sich Renato Wesely und Mathias Sohn zusammen, um gemeinsam zu musizieren und das auf die Bühne zu bringen, was Renato an Ideen im Kopf hatte. Sie suchten sich weitere Musiker, die immer mal wechselten. Bis 2005 herrschte Kommen und Gehen. „Doch die Keimzelle mit Mathias und mir ist immer geblieben“ sagt der 39-jährige Renato Wesely. Vor vier Jahren stieß Romy Unger als Sängerin dazu und gehört seitdem zum festen Bestandteil von „Felsenreich“. Wie die Trompete. „Ein eher ungewöhnliches Musikinstrument für diese Musikrichtung“, wie Renato Wesely erklärt. „Und eben darum ein Widererkennungsmerkmal der Band.“

In den vergangenen zehn Jahren haben „Felsenreich“ drei Studioalben veröffentlicht und zwei so genannte EP’s, auch Mini-Alben genannt, die mehr Stücke enthalten wir eine Single, aber weniger als ein vollständiges Album. Hinzu kommen Beiträge für Sampleralben und zahlreiche Livekonzerte. Zur Verstärkung holt sich das Trio stets Gastmusiker, darunter Markus Will am Schlagzeug, der schon fast zur Stammbesetzung gehört. Als Höhepunkte ihres Bandlebens bezeichnet „Felsenreich“ das Wave Gothik Treffen vor zwei Jahren in Leipzig und das Woodstage im Glauchauer Gründelpark im selben Jahr. „Mit Größen wie Marylin Manson auf der selben Bühne das Programm zu gestalten, war eine tolle Erfahrung“, sagt Mathias Sohn.

Beim Konzert morgen im Südbahnhof sollen vor allem Songs aus dem „Unschuld“-Album erklingen, das die Darkrocker 2008 vorgelegt haben. „Gewürzt mit ein paar Titeln aus der Bandhistorie“, verrät Renato Wesely und macht gleich noch Geschmack auf das nächste „Felsenreich“-Projekt: ein Akustikkonzert mit einem kleinen literarischen Programm – zu hören am 7. August in der Poetengruft Leipzig. Später soll’s  das Ganze auch auf CD geben. (scz)

Chemnitzer Morgenpost (Ausgabe, Donnerstag 23. Juli 2009)

Düsteres Jubiläum im Chemnitzer Südbahnhof

Zehn Jahre Felsenreich

CHEMNITZ – Felsenreich ist zweifelsohne der wichtigste Chemnitzer Beitrag zur deutschen Dark- und Gothic-Szene. Am Freitag feiert die Band im Chemnitzer Südbahnhof-Club ihr zehnjähriges Jubiläum.

Musikalisch schöpft das Trio aus allen „dunklen“ Genres – von Gotik, Rock, Elektro bis hin zu hymnischen Balladen. Sogar Musicals werden ins vielfältige Felsenreich-Repertoire einbezogen.

Im Jahre 2001 veröffentlichte die Band ihr erstes Album „Am Ende der Zeit“. Nach dem viel beachteten Longplayer „Tiefe“ aus dem Jahre 2004 erschien 2008 auf dem Label „Danse-Macabre“ von Das-Ich-Mastermind Bruno Klamm die Scheibe „Unschuld“. Im Laufe ihrer Geschichte spielte die Chemnitzer Band zahlreiche Konzerte. So standen Mathias Sohn und Renato Wesely mit Sängerin Romy Unger unter anderem vor zwei Jahren beim Wave-Gotik-Treffen in Leipzig sowie dem Woddstage-Festival in Glauchau auf der Bühne.

Das Felsenreich-Geburtstagskonzert beginnt morgen um 22 Uhr. Der Eintritt kostet 3 Euro.

Stadtmagazin Blitz Chemnitz (15. Juli 2009)

Von rockig bis melancholisch

Musik und Songtexte haben bei den meisten Bands etwas mit Weltansichten zu tun, so auch bei der Dark – Rock – und Gothic – Band Felsenreich. Auch die menschliche Gefühlswelt mit all ihren Problemchen wird bei den Chemnitzern zum Thema gemacht. Der Bandname definiert ein musikalisches Reich und verkörpert hart wie ein Felsen für die Mitglieder eine gewisse Konstante in einer wechselhaften Zeit. Die Crew blickt inzwischen auf zehn Jahre Bandgeschichte zurück, und das muss natürlich ordentlich gefeiert werden! Zur großen Jubiläumsfete erwarten Euch Felsenreich am 24. Juli im Club Achtermai. Die Band wird Songs vom aktuellen Album spielen, gewürzt mit einigen Klassikern, mal rockig, dann wieder melancholisch oder sphärisch.

'Dark City' – Ausgabe Januar/Februar 2009 (Russisches Magazin)

Übersetzung...

Die Band Felsenreich bombardiert nicht, wie andere Bands, die Hörer jedes Jahr mit neuen Songs. Auf das letzte Album musste man 3 Jahre, und auf die aktuelle CD „Unschuld ganze 4 Jahre warten. Es ist kein Wunder, dass in der Zwischenzeit das Label gewechselt hat, und auch die Interesse an dieser Musik etwas weniger geworden ist. Das deutsche Trio bleibt aber seinem Stil treu, welcher aus melancholischem Elektro/Gotik Rock und Wave besteht. Ab und zu sogar aus schwerem Rock und einer Mischung aus deutscher und englischer Lyrik.

Leider gelingen dieses mal Felsenreich diese charakteristischen Elemente und die Atmosphäre nicht so gut. Etwas langweilig zieht diese CD dahin wie ein Zug Schwäne.

3 von 5 Sternen

'Zero Music Magazine' – Artikel von Robert Ryttman (Dezember 2008)

Felsenreich - Unschuld [album, Sohnate Musik] (8 Punkte)

Det här är inte tokigt tänkt och inte heller tokigt framfört. Tyskarna i Felsenreich har hittat en korsning där ett mjukare Rammstein möter ett syntigare Within Temptation och där övriga vägar in mot mittpunkten kallas saker som gothrock, industri och dark wave. Resultatet är ofta storslaget, dramatiskt, romantiskt, vackert, men också mörkt och lite mystiskt. Texterna är såväl på engelska som tyska och lutar du dig tillbaka och blundar krävs det inte mycket fantasi för att färdas in i ett magnifikt sagoland eller en tecknad långfilm. Gruppen bildades redan 1998 och har gjort ett par EP:n och lika många fullängdare, men jag har inte hört talas om dem tidigare, så Unschuld blev en trevlig överraskning med sin kvinnliga operasång och många snygga melodier. Vad jag dessutom uppskattar med det här bandet är att syntarna dominerar mer än gitarrerna, så Felsenreich känns inte som ännu ett symfoniskt metalband, även om det säkert finns öppensinnade hårdrockfans som kan ta till sig Unschuld också. Den manliga sången varierar mellan hård och rakt på sak, typ Till Lindemann, men är lika ofta melodiös och följsam, vilket ger variation. Ingen growl förekommer, vilket är välkommet och av plattans tio spår finns det egentligen inga dåliga. Däremot ett gäng som jag tycker höjer sig över de andra, men i det stora hela är det bara att tuta och köra. Felsenreich funkar finfint.

Robert Ryttman

Onlineübersetzung

'Heathen Harvest' - Artikel von Lysander (15. Dezember 2008)

It’s surprising that Felsenreich aren’t more well-known since they’ve got four releases under their belt. In fact, looking for any information on them is something of a challenge. But what is clear is that the band have been together since 1999, the scope of their music has hardly changed at all and they like to describe themselves as Mexican Gothic rock. It’s usually problematic when bands start giving genre titles to their own sound because – ironically – they’re generally wrong about it and secondly, they don’t always make sense. I used to think it was only the journalists that were the lazy ones, inventing ludicrous subgenres to pigeonhole bands, but now it won’t be long before we’re hearing artists that play post-post rock, folk mathcore or dragon metal.

In the context of Felsenreich though, Mexican Gothic rock doesn’t really have anything to do with Mexico. The melodies don’t have a particularly Latin theme to them and there don’t seem to be any traditional Mexican instruments or lyrics in the music: the band only use the terminology since they play Gothic rock which incorporates trumpets. This is really the only thing that sets them apart from a lot of other similar bands but the sad thing is that if I hadn’t read it in an interview and on the sleeve of the CD, I don’t think I would have noticed. Still, it’s nice to know it’s there if only for the psychological difference.

The standard of music here isn’t particularly adventurous in spite of the inclusion of non-standard instruments: its all quite dark, mid-paced Gothic rock with bubbly synthpop elements and guitar riffs but without the hooks or differentiation that would prevent the album from appearing homogeneous. Vocals are taken care of by Mathias Sohn and Romy Unger, sometimes intertwining and sometimes singular, but though both of them are quite competent as singers their restrictions become clearer when the songs demand higher notes as they both struggle to reach them.

Unschuld starts well, with Breathe Again and Seeker being quite possibly its two strongest tracks. There are some good choruses and pleasing riffs but by halfway through the album it becomes evident that the chips have been spent too soon. Felsenreich seem to be at their best when indulging in shorter songs that can catch the attention of the listener quickly, but when the songs get longer, the band descend into repeated passages and tedium and it’s not long before it starts to get tiring and even frustrating. Songs like Lost, Pray To Luna and Maniac Minds have none of the solidity that was promised at the start of the album, being little more than milky, patchy murmurs that dribble on for over five minutes.

The main problem that Unschuld has to bear is the lack of variety in the album as a whole. Gothic rock isn’t the most inventive of genres but a lot of bands are able to cast their net over a number of different songwriting formulae on one album, something which Felsenreich aren’t quite able to accomplish. Seeing as the band have been doing this for close to a decade I don’t think we’ll see them departing much from their accepted songwriting template, so you should already have an idea of what the next few albums are going to sound like.

'Terrorverlag' - Oktober 2008

FELSENREICH - "UNSCHULD "

Die dunkle Jahreszeit steht vor der Tür und damit ist auch die Hochzeit der Depressionen nicht mehr fern. Fehlt nur noch der richtige Soundtrack für die melancholische Trauerstimmung? Wir wären doch nicht der Terrorverlag, wenn wir da nicht weiterhelfen könnten! Schließlich haben FELSENREICH aus Chemnitz eine neue CD draußen, zu der man hervorragend schwermütig sein kann. Seit zehn Jahren widmen sich die beiden Gründungsmitglieder Mathias Sohn (Gesang, Keyboard, Trompete) und Renato Wesely (Gesang, Akustikgitarre) unter dem Namen FELSENREICH dem Düsterrock, wobei sie seit 2005 von der Sängerin Romy Unger unterstützt werden.

So auch bei der aktuellen Veröffentlichung, bei der außerdem Kay Dommaschk (Gitarre) und Markus Will (Schlagzeug) mitgewirkt haben. Herausgekommen ist ein dunkler Mix aus hymnischen Balladen („To Breathe Again“, „For This Time“) und kraftvollem Rock mit elektronischen Elementen („The Seeker“, „Lost“). Dazwischen finden sich auch Songs, die Einflüsse aus dem Musicalbereich mitbringen. So etwa das opulent-orchestrale „Januar“, das vom düster-metallischen „Maniac Minds“ abgelöst wird. Ungewöhnliches Topping dieser Nummer sind die Bläsersätze, die dem Ganzen besondere Dramatik und Pathos verleihen. Wie Novembernebel wabert derweil „Veronia“ aus den Boxen, während „Pray To Luna“ erneut härtere Töne anschlägt. „Ende Mensch“ legt noch einen Zahn zu und kombiniert monotone Maschinengeräusche mit knackigen Rhythmen und dem typischen Zwiegesang zwischen Romy und Mathias. Letzterer zeigt sich bei dem Song allerdings einmal von seiner hässlichen Seite, ebenso wie beim abschließenden „Faking (Just A Pretence)“, bei dem das Böse noch mal seine musikalische Entsprechung mit harten Gitarren, Trompeten und Streichern erfährt.

In Gänze hat „Unschuldig“ ein bisschen was von der Filmmusik zu einem mysteriösen Stummfilm. Um an dem Silberling Spaß zu haben, sollte man unbedingt auf theatralischen weiblichen Gesang in schwindelerregenden Höhen stehen und auch sonst einen Hang zur Dramatik und Schwermut haben, aber dann kann der November auch kommen.

ump (13.10.2008)

'FATAL UNDERGROUND' - Fanzine Review (Oktober 2008)

FELSENREICH - "UNSCHULD "

Obwohl Goth Rock nun nicht wirklich zu meinen favorisierten Musikrichtungen gehört ,ist mir doch der Name FELSENREICH irgendwie im Hirn stecken geblieben .Deren letztes Lebenszeichen liegt zwar für mich schon einige Jahre zurück ( CD "Am Ende der Zeit 2001 " ) ,aber dennoch ist da halt ne ganze Menge hänge geblieben ."Unschuld" ist nun das brandaktuelle Album des Chemnitzer Dreiergespanns .Irgendwie hatte man wohl in der Zeit 2005 - 2008 ne künstlerische Pause eingelegt ,und startet nun mit dem neuen Teil wieder voll durch .Und ich denke mal ,dieses Teil wird wirklich verdammt gut bei den Leuten ankommen .Denn mit "Unschuld" braucht man sich in keinster Weise zu verstecken ,weder musikalisch noch Produktions technisch .Denn hier stimmt einfach alles .Die 10 hier enthaltenen Stücke zeigen einmal mehr auf ,in wie weit man sich in den 10 Jahren des Bandbestehens entwickelt hat ,und seine Sound vervollkommnet hat .Sehr stark in die Gothic Richtung gehend ,verarbeitet man hier dieses mal auch ne gehörige Portion an diversen Dark Rock Sounds .Dabei zeigt man sich aber beiweitem niemals szenetypisch ,sondern geht doch einen recht eigenständigen Weg .Das zeigt sich in erster Linie schon mal darin ,das man niemals nervend mit dem Keyboard rumwerkelt ,sondern das sehr dezent und gekonnt einsetzt ,um den einzelnen Stücken diese gewisse dunkle Atmosphäre zu verleihen .Die einzelnen Stücke präsentieren sich dann auch hier in den unterschiedlichsten Rhythmen .Neben wunderschönen , fast schon hymnischen Balladen ,wie z.B "For this time "  in welche man ne enorme Portion an Ausdruck und Gefühl legt gibt's auch stark bombastisch ,leicht klassisch angehauchte Stück ("Faking " ) und andererseits auch Songs ,bei welchen man durchaus mal das Tanzbein schwingen kann ( "The Seeker ","Ende Mensch " ) .Absoluter Toptitel auf der Scheibe ist für mich jedoch "JANUAR ".Der hat so ne dermaßen Ausstrahlung und Atmosphäre ,das es einen wahrlich ne Schauer über den Rücken fahren lässt .Der ist so was von genial arrangiert ,bringt Emotionen pur zum Vorschein und dringt tief in deine Gefühlswelt ein .Einfach nur klasse !Am markantesten ,hervorstechendsten und emotionalsten sind hierbei jedoch die gesanglichen Leistungen ,welche in den männlichen Parts enorm ausdrucksstark und sauber dargeboten werden .Dem stehen de weiblichen Gesangsparts in keinem hinterher .Glasklar ,fast schon operettenhaft ( aber niemals nervtötend trällernd ) ,sorgen die hierbei noch für nen zusätzlichen Gefühlschub ."Unschuld" ist ne wirklich klasse Album geworden ,welches ohne Zweifel seine Anhänger finden wird .Ich bin jedenfalls mehr als beeindruckt von dem ,was die Band hier musikalisch abgeliefert hat . (LEO)

Sohnate Music /Danse Macabre / Alive

'Melodie und Rhythmus' - Artikel von Lars Hiller (September 2008)

Die Reise ins innere Felsenreich

Die Gothic-Rock Formation Felsenreich serviert mit ihrem neuen Album „Unschuld“ nicht nur Melodien sondern auch ein weitgehend geschlossenes Weltbild.

Felsenreich ist ja keine glühend heiße Newcomer-Band mehr. Vielmehr gibt es die Truppe schon seit gut zehn Jahren. Man kann jedoch ruhigen Gewissens davon sprechen, dass ihr neues Album „Unschuld“ einer Wiedergeburt gleichkommt. Es ist nicht nur das erste nach dem Bruch mit der Restbesetzung, der Komponist Matthias Sohn und Texter Renato Wesely zunächst als Kopf ohne Körper zurückließ. Es ist auch das erste auf dem Label Danse Macabre, das von Bruno Kramm, einer Hälfte von Das Ich, geführt wird und seit nunmehr fast 20 Jahren die deutsche Gothic- und Dark Wave-Szene maßgeblich definiert. „Es war ein Traum von mir, einmal bei diesem Label zu sein“, freut sich Mathias Sohn. „Labelchef Bruno Kramm kenne ich schon seit einem gemeinsamen Auftritt Mitte der 90er Jahre. Auch von der Labelpalette war ich schon immer begeistert“

Der Weg dahin war nicht weniger felsig als der Bandname. 2005 nahmen drei der Musiker ihren Hut, um fortan mit der Band Onyx Eyes eigene Wege zu beschreiten. Mit der Aufnahme von Romy Unger entstand die neue Stammbesetzung, die heute Felsenreich repräsentiert. „Kennengelernt habe ich sie auf dem Woodstage Festival“, erinnert sich Sohn. Nightwish haben dort gespielt. Sie hat mir etwas vorgesungen und ich dachte Tarja (Turunen, ehem. Sängerin bei Nightwish, d.Red.) steht neben mir“! Auch eine neue Live – Besetzung war bald gefunden. Den Gitarristen Kay Dommaschk, vormals bei der Band Aeveron, hatte Sohn beim „Winterfest der Volksmusik mit Florian Silbereisen“ getroffen, wo beide als Musiker mitwirkten. Musik dient Sohn auch im Hauptberuf zum Broterwerb. Der studierte Trompeter steht seinem Trio auf Hochzeiten, Beerdigungen und Weihnachtsmärkten vor.

Sohn machte sich also an die neuen Kompositionen, die er mit Keyboards und Sampler praktisch im Alleingang fertig stellte. Texter und Frontmann Wesely ließ diese Preproduktions auf  sich wirken und fertigte in einigen langen Winternächten dazu die Texte, bevor die Live – Band im Studio Schlagzeug und E-Gitarren beisteuerte.

Früher haben mich die Texte nicht so interessiert wie die Musik“, gesteht Sohn. „Im Entstehungsprozess des Albums ist der Zusammenhang von Text und Musik für mich wesentlich wichtiger geworden, und ich war richtig begeistert, was Renato da verfasst hat.“

Es ist leider so, dass die Texte immer mehr in den Hintergrund treten, weil sich niemand mehr so richtig damit beschäftigen will“, fügt Wesely hinzu. „Bei mir ist das wohl eine ältere Prägung. In DDR – Zeiten war immer sehr viel Wert auf die Texte gelegt worden. Das hat sich bei mir manifestiert. Es ist auch heute noch so, dass, wenn ich mir ein Album kaufe, ich mir auch die Texte durchlese“.

Doch wohin führt ihn seine Inspiration in jenen neuen Texten? Wesely: „ Das Album ist als Kreis anlegt. Das Ende ist der Anfang, der Anfang das Ende. Der Protagonist ‚The Seeker’, begibt sich auf eine Reise. Ihm begegnen einige Dinge, er wird auf einige Dinge aufmerksam gemacht, wie das Ende der Menschheit, aber da sind auch schöne Momente. Letztendlich schließt sich der Kreis wieder.“ So zielt „Ende Mensch“ darauf ab, wie die Menschheit ihren Lebensraum total zerstört, während andere Songs das Positive beleuchten. „Pray To Luna“ beispielsweise ist mit einem traumwandlerischen Text versehen, der den Suchenden in seiner eigenen Märchenwelt umgeben von Feen und Elfengesang zeigt.

So sind auch der Albumtitel und das Cover – Artwork zu verstehen. Die vier Elemente, mit denen der Geist verschmelzen muss. Einswerden mit der Natur, so Sohn, könne jedoch nur, wer unschuldig ist, frei von eigenen Verlangen, begriffen in einer Reise nach innen. Inspiration für Musik und die Texte finden die drei auf jährlichen gemeinsamen Reisen durch das mediterrane, südwestliche Irland. Klingt doch in der Tat nach einer Wiedergeburt, oder nicht?

'Zillo' - Ausgabe Juli-August 2008 von Peter Heymann

FELSENREICH - Zeit der Veränderung

Das Konzept von Zeit zu begreifen sprengt schnell die menschliche Vorstellungskraft.

Allein zu ergründen, weshalb es möglich ist, dass für den einen jede Sekunde wie eine kleine Ewigkeit erscheint, während gleichzeitig für den anderen selbst Tage wie im Fluge vergehen, liefert spielend Material für ganze Bibliotheken voller Philosophielektüre. Ob die letzten drei Jahre für Mathias Sohn, Renato Wesely und Romy Unger alias Felsenreich mit ihren Veränderungen in Sachen Bandbesetzung rasend schnell vergingen oder zäh und nervenaufreibend, das kann das Trio wohl nur selbst beantworten. Als Ergebnis dieser Periode können sie mit „Unschuld“ allerdings  ein Album vorweisen, das nicht zuletzt dank seiner vielschichtigen Struktur problemlos für viele Menschen als der ideale Zeitvertreib gelten darf.

Auf die Frage, was sie musikalisch auf diesem Werk verwirklichen wollten, antwortet Mathias relativ offen: „Ich denke, das neue Album ist eingängiger als sein Vorgänger. Die meisten Songs sind von breiten Melodiebögen gekennzeichnet, die oft sogar ins Hymnische gehen. Auffällig ist dabei der Wechselgesang, der eine gewisse Spannung erzeugt. Im Prinzip konnten wir dies alles so umsetzen wie wir es ursprünglich erdacht hatten.“

Vorrangegangene Kritik als Beeinflussung war beim Zustande kommen des neuen Felsenreich-Sounds aber nur von untergeordneter Bedeutung, wie Renato erläutert: „Natürlich nehmen wir die Reaktion auf unsere Musik wahr, aber es ist sicher nicht richtig, sich hauptsächlich daran zu orientieren. Zumal die Reaktionen auf Felsenreich schon immer höchst unterschiedlich ausfielen. Wir haben das gemacht, wonach uns war, worauf wir Lust hatten, und das wird auch in Zukunft unsere Priorität sein. Wenn es da draußen Leute gibt, denen das gefällt, und das scheint ja der Fall zu sein – umso besser! Früher nannte man dieses Vorgehen ‚Independent’.“

Lang ist es her. Fest steht aber, dass es Felsenreich einem tatsächlich nicht leicht machen, will man ihre Musik auch nur beschreiben. Selbst Renato hat keine Patentantwort: „Immer wenn uns diese Frage gestellt wird, tun wir uns sehr schwer damit, sie zu beantworten. Es ist doch so: Wenn ich sage, dass wir uns dem Gothic-Rock zugehörig fühlen, sagen manche: ‚Das ist kein typischer Gothic-Rock!’ Sagen wir Elektro, meinen andere: ‚Was machen denn da die Gitarren?’ Ich bin der Meinung, dass wir Schubladendenken überwinden müssen! Unsere Musik enthält viele Elemente, wobei einige sicher im Goth und Elektro wiederzufinden sind.

Unsere Prämisse war und ist es aber immer, unser eigenes Ding zu machen, sprich: unser Reich zu erschaffen.“ Schön gesagt.

Werfen wir abschließend noch einen Blick auf die Texte von „Unschuld“, wobei sich hier natürlich Romy zu Wort meldet: „Erkenntnisse, die das Leben betreffen, oder gar Weisheiten sind nicht vermittelbar. Dazu ist jeder Mensch zu speziell. Jeder hat auch sein eigenes Recht auf seine persönliche Wahrheit. Die gewonnenen Erkenntnisse, die wir beispielsweise in dem Song ‚For This Time’ beschreiben, gelten in erster Linie für uns selbst. Fühlt sich jemand allerdings angesprochen – bitte schön.“ Das werden die Reaktionen auf das Album zeigen.

'Stadtstreicher Chemnitz' - Juli 2008

Abgründig

Deutlicher kann ein bandinterner Bruch nicht klingen. Felsenreich stand 2005 vor dem Aus, nur um sich ein Jahr später neu zu formieren. Während die ehemaligen Bandmitglieder als Onyx Eyes auf den gegenwärtigen Goth-Rock-Trend bauen, versuchen sich die Neugegründeten fern gängiger Standarts. Das Experiment kann sich sehen lassen und hat sogar den Kopf von Das Ich, Bruno Kramm, überzeugt. Auf „Unschuld“, dem dritten Album der Chemnitzer Band, kollidieren die Genres. Electro, Klassik, Gothic und Rock, untermalt von zahlreichen Trompeteneinsätzen und der markanten Stimme von Co-Sängerin Romy Unger , werden ein undefinierbares Ganzes, das ein wenig an den „Gothic Novel Rock“ von ASP erinnert. Den Ritterschlag für dieses durchweg überzeugende und spannende Album haben Felsenreich unlängst erhalten: den Plattenvertrag bei Danse Macabre. MH

'Chemnitzer Morgenpost' - Artikel vom 26. Juni 2008

Neuigkeiten aus der Düsternis

FREIBERG – Seit ihrer Gründung vor zehn Jahren ist die Chemnitzer Band Felsenreich eine feste Größe in der deutschen Dark-Szene. Für die Fans gibt es gute Neuigkeiten. Seit einem Monat ist das neue Album „Unschuld“ draußen. Die Record Release Party steigt am Freitag im Freiberger Erdalchimistenclub.

Es ist viel passiert seit Felsenreichs letztem Album „Tiefe“ aus dem Jahre 2004. Vor allem personell: Sängerin Ines Rudolph, Schlagzeuger Jörg Meier, Gitarrist Sören Bräuer sowie das Gründungsmitglied Denis Hartzsch verließen im Jahr nach der Veröffentlichung die Band. Übrig blieben Sänger und Gitarrist Renato Wesely sowie Keyboarder und Trompeter Mathias Sohn. Mit Romy Unger als Sängerin war das Team sehr schnell wieder perfekt.

Gemeinsam ging’s an die Arbeit am neuen Album „Unschuld“. Diese sollte sich von der härteren Gangart des Vorgängers absetzen und mit breiten, hymnischen Melodiebögen bestechen. Den letzten Schliff verpasste dem Album Bruno Kramm, seines Zeichens Mastermind von Das Ich. Bei dessen Label „Danse Macabre“ sollte der neue Felsenreich Silberling auch erscheinen. Wie sich die neuen „Felsenreich“ – Songs live anhören, ist morgen im Freiberger Erdalchimistenclub zu erleben.

Auf der Bühne wird das Trio von Gitarrist Kay Dommaschk, Schlagzeuger Markus Will und Bassgitarrist Matthias Hertel unterstützt. Felsenreichs Record Release Party beginnt um 21.30 Uhr mit den Gigs der Freiberger Dark- und Industriel Bands Painful Existence und Sortis Syndrome. Der Eintritt kostet an der Abendkasse 4 Euro.

'Westropolis' - Ein Wort: WOW von Ludger Heitmann (12. Juni 2008)

Der dritte Longplayer, sieht man von zwei weiteren Weihnachts-CD´s ab, von FELSENREICH liegt vor mir. Wer "Unschuld" hört, wird sich (erneut) fragen, aus welchem Grund der Band nicht längst der Stellenwert in der Öffentlichkeit beigemessen wird, den sie verdient hat. Den mit dieser CD müssen sich die Musiker mal wieder hinter niemandem verstecken. Der Stamm mit Sänger Mathias Sohn und Sängerin Romy Unger sowie Gitarrist Renato Wesely wurde durch Kay Dommaschk an der Gitarre und Markus will am Schlagzeug ergänzt. Und die gesamte CD beinhaltet alles, was man unter gutem Gothrock versteht.

In ganz besonderem Maße hervorzuheben sind die tragenden musikalischen Sequenzen, die zumeist schwer und düster, dennoch immer harmonisch zu Schwingen werden, auf denen sich der Hörer treiben lassen kann. Begleitet von der männlichen Gesangsstimme, die teilweise ein wenig an ASP erinnert und an den vordergründigen Gesang von Romy Unger, der sich in seiner weichen Härte nahtlos in die Musik einfügt.

"Breathe again", einem idealen Opener, beschreibt den Sucher, der in seinem Spiegel des Lebens auf zahlreiche Enttäuschungen zurückblickt und erkennt, dass aus der Ferne einiges anders aussieht, als aus der Nähe.

Im wahren Rausch der Musik folgt "The Seeker". Es beschreibt den Abstieg von den Bergen. Auch wenn es Asche regnet, zeichnet sich vor den Augen ein blühendes Bild.

Nur noch das lodernde Feuer bleibt, um nicht enden wollende Qual, die man im Spiegel sieht, auszumerzen, wie es in "Januar" heißt, dem meines Erachtens abwechslungsreichsten und besten Stück.

Wie der Titel "Maniac Minds" schon sagt, sind die Gedanken wirr und schmerzen und wollen dennoch nicht vergehen. Auch dieses Stück wird begleitet von einem weiten musikalischen Bogen der keine Wünsche offen lässt.

Dann hebt sich der Schleier. In "For this time" zeigt sich, dass man offen sein kann für Neues, sofern man Altes loslässt und sich von stigmatisierten Ansichten löst.

"Lost" erzählt die verlorene Liebe. Wie so häufig im Leben wurden lange die Augen vor dem bevorstehenden, unausweichlichen, aber nicht wahrhaben wollenden Ende der Beziehung verschlossen. Dennoch macht man Mut: Aufstehen und weiter gehen.

Im dichten Neben der Welt wird "Veronia" gesucht, die es da draußen irgendwo geben muss. Die Hoffnung trägt durch das Lied, wie die Töne den Gesang.

Ein ganz kleiner Makel folgt mit "Ende Mensch" und "Faking". Erstes beschreibt die Zerstörung des Lebensraumes der angeblichen Krone der Schöpfung durch den Menschen selbst, der trotz aller Warnungen weiter macht wie bisher und dennoch an allem und jenem unschuldig zu sein glaubt. Letztes handelt von der Oberflächlichkeit der Gesellschaft. Ein Kampf entbrennt zwischen den Verlockungen und dem Retter der Seele. Der Kampf endet offen.

Diese beiden Stücke können musikalisch an die herausragenden ersten acht Stücke nicht ganz heranreichen und fallen etwas ab.

Dies tut dem Gesamtwerk aber letztlich keinen Abbruch. Diese Scheibe ist etwas ganz besonderes. Aufgrund der etwas schwächeren zwei Stücke verfehlt sie den Anspruch der perfekten CD hauchdünn. Dennoch ist sie absolut empfehlenswert.

Favoriten: To breathe again, Januar, Veronia
Für Freunde von: Eisheilig, Dornenreich, ASP, Illuminate
Veröffentlichung: die Scheibe ist seit dem 23.05.2008 erhältlich

'Gothtronic' – Review Unschuld by Nightporter

This German goth-rock/metal band, founded in 1999, has been quite productive. Unschuld is their fifth full-length release. Just like on 2004's album Tiefe, the emphasis is on slow tracks, with new vocalist Romy Unger adding some extra grace to it. Synths play an important, though not dominant role, the guitar riffs are tight. Compared to other bands in the genre, Felsenreich sounds less bombastic, more subtle with "Faking (lust a pretence)" as the exception. Sometimes this works out well, like on "Pray to luna" and "Januar", but on  "Maniac minds", "Lost" and "Veronia" the result is rather mediocre. It ain't all bad, but those songs lack a certain focus and tension. A remarkable track is "Ende Mensch" with its  nu-metal elements. "The Seeker" sticks out in a positive way because of the vocals and melody, "To breath again" has a dark, ominous intro, the use of a trumpet is a special feature.  By and large the album doesn't live up to the expectations raised by the previous releases, a more daring approach would certainly have enhanced the quality of the album. Felsenreich has a very strong vocal couple with Renato Wesely and Romy Unger. This feature could be used  to a better effect.

'Freie Presse' – Artikel von Tim Hofmann (19. Mai 2008)

Steinige Tiefen eines klingenden Paralleluniversums

Die Chemnizer Band Felsenreich sucht auf ihrer dritten CD „Unschuld“ trotzige Wege, während sich Ableger Onyx Eyes um professionelle Glätte bemüht.

Welchen Sinn hat eigentlich eine Untergrund-Szene? Dient sie dazu, abseits ausgetretener Pfade alternative Ideen zu entwickeln und auszuleben oder ist sie das Sprungbrett zum großen Erfolg, quasi der Humus der Stars? Gesunderweise beides.

Doch in den letzten Jahren wurden sämtliche Untergrund Szenen der Republik von der Tonträger-Industrie reichlich abgekocht: Mangels eigener Aufbauarbeit bediente man sich in den Subkulturen, wo dann wiederum der Werdegang von Gruppen wie Silbermond, Schandmaul oder Oomph! die seltsamsten Begehrlichkeiten bei vielen Künstlern weckte, ebenfalls dem vermeintlich tristen Untergrund – Dasein Richtung Charts zu entkommen.

Die Chemnitzer Band Felsenreich ist mit ihrer dritten CD „Unschuld“ daher eine erfrischende Erscheinung im Szene-Sterben. Bandkopf Mathias Sohn gehört zum Urgestein der deutschen Gothic-Bewegung, ist ein exquisiter Musiker und hält es dennoch nicht für nötig, den gängigen Trends seiner Subkultur zu folgen. Die zehn Titel der Platte sind vollgestopft mit Ideen aus Klassik, Gothic, Rock, Pop, Elektro und Weltmusik. „Wir wollen vor allem Konventionen über Bord werfen. Außerdem habe ich meine eigenen Vorstellungen, wie Musik ineinanderfließen muss. Wie die meisten Bands derzeit produziert sind gefällt mir einfach nicht.“ Was dazu führt, dass Felsenreich oberflächlich betrachtet, wie eine seltsam schräg gemixte Gothic-Metal-Band tönen. Geht man in die Tiefe, gibt es jedoch viele faszinierende Details zu entdecken – irgendwie scheint es, als hätte sie sich Mitte der 90er von der allgemeinen Entwicklung abgekoppelt. So wie Felsenreich könnten heutzutage Bands wie Dorsetshire, Tors of Dartmoor, Girls Uder Glass oder Love Like Blood in einem Paralleluniversum klingen, in dem die aktuellen Strömungen von Nightwish bis Rammstein nicht gibt.

Für Sohn ist es der größte Erfolg, dass er mit seiner Band beim Bayreuther Danse-Macabre-Label vom das Ich Chef Bruno Kramm untergekommen ist. Die Firma gehört zu den Wurzeln der deutschen Gothic-Szene und daher zu den Jugendträumen des Musikers, der sein Geld mittlerweile mit Begräbnis-Weisen und Volksmusikauftritten, beim MDR verdient. „Ich warte, bis meine Musik zu mir kommt. Bis es in mir kribbelt.“ Eine Vorgehensweise, die vielen der zahlreichen Felsenreich Felsenreich-Live-Musikern nicht zielstrebig und erfolgsorientiert genug war: Sie trennten sich vor einigen Jahren vom kreativen Kern und gründeten die Band Onyx Eyes. Deren Debüt-CD ist eine progressiv angehauchte Quintessenz aller gängigen Gothic-Metal-Trends und klingt äußerst professionell – viele Melodien rutschen aber so schnell zum einen Ohr raus, wie sie zum anderen eingedrungen sind...

'Amboss' 2004– (Szene-Magazin / Deutschland)

FELSENREICH "Tiefe“ (Elektro / Dark Rock)

Felsenreich gehören zu den Bands, bei denen ich mich immer Frage, warum sie nicht in allen Magazinen abgefeiert werden. Selbst die Berichte vom WGT beinhalten nicht alle ihren wirklich überzeugenden Auftritt beim WGT 2004. Die Band arbeitet mit hartem Riffing, seichten Synths und düster, rauen Gesängen. Sie erzeugt dabei fast unbemerkt betörende Melodielinien, lässt den Dark Wave als wütende Verzweiflung existieren, wechselt zwischen doomigen Saiten und klassischen Einsprengseln. Bei all diesen überraschenden Wendungen behält man sich eine Atmosphäre die fesselt, die düster wirkt und trotz aller Härten ein melancholischen Kern besitzt. "Am Meer" würde ich mal ganz dezent als Wahnsinnssong bezeichnen. NDH trifft auf Das Ich Elektronik und dann sorgt man mit dem überraschenden Einsatz einer Trompete für fast Larimosa'sche Verspieltheit. Wilde Rohheit trifft auf betörenden Refrain in "Die Brücke". Kann man Rammstein mit Slime vergleichen? In "Angel" arbeitet man mit poppigen Melodien, während die akustische Version von "In my dreams" als durchdringende Ballade glänzt. Aufgrund der Eigenständigkeit fallen Vergleiche schwer, evtl. trifft eine Melange aus Diary of Dreams und Secret Discovery am besten den Kern. "Tiefe" ist ein Werk, welches sich ein Titel gibt der passt. Sowohl die Texte als auch die Musik gehen tief, sind tiefgängig. Am Schluß sei für den alternden Goth Rocker noch explizit auf den Song "Angel" hingewiesen, der von weiblichen Vocals duettiert wird. Der perfekte Ersatz für das nie zustande gekommene Duett von Siouxsie und Andrew. Dieses Album ist eine Entdeckungsreise, deren Facettenreichtum einer Achterbahnfahrt durch zwanzig Jahre Dark Rock gleicht und gleichwohl ein Niveau besitzt, welches das Riesenrad am höchsten Punkt stehen bleiben lässt. Der Vergnügungspark der schwarzen Seelen öffnet seine Pforten. (Andreas)

'Blacklight Magazin' 2004– (Online-Magazin / Deutschland)

FELSENREICH "Tiefe“:

- Düster-Rock auf felsigen Klippen. Die Gruppe Felsenreich versucht uns mit dem Album "Tiefe" in ihre Welt zu ziehen. Der Reisebericht in die Tiefen von Felsenreich lässt einiges erwarten, denn das zweite Album der Gruppe soll den guten Vorgänger übertreffen und den Weg für diese Formation ebnen. - Felsenreich präsentieren ihr zweites Album "Tiefe" als Eigenproduktion, was aber recht positiv ausfällt, merkt man doch sehr, wie sich die Formation bei den Aufnahmen und der CD-Produktion Mühe gab, ein gutes Ergebnis abzuliefern. Natürlich können keine Standards von professionellen Produktionen erreicht werden, aber das Ergebnis ist trotzdem erfreulich. Inhaltlich setzen sich Felsenreich mit verschiedenen Seelenzuständen der menschlichen Existenz auseinander. Träume und Alpträume, Gefühle und Emotionen sind die Hauptthemen für die inhaltliche Konzeption. Die drei deutschen Lieder, die von den englischen Tracks auf dem Album eingerahmt werden, sind besonders auffällig. Der Band gelingt es bei diesen Songs eigenen Charakter einzubringen und sich etwas von ähnlichen Bands zu distanzieren. Vielleicht ein guter Weg für die Zukunft. Felsenreich spielen einen Düster-Rock, der den Hörer nach den ersten Tönen sofort an Bands der Marke Crematory denken lässt. Dabei pendelt sich die Stimme zwischen normalen Shouts, Growls und Clean Vocals ein. Dieser Mittelweg mag zwar gefallen, wirkt auf Dauer aber etwas eintönig. Die Arbeit mit Synthesizern steht offensichtlich mehr im Vordergrund als bei vergleichbaren Bands des Genres, die Keyboardparts verdrängen im Musikbrei oftmals die Gitarren, was aber auf die Produktion zurückzuführen ist. Ansonsten bekommt der Hörer solide Rock-Kost, auf jeden Fall ist es wert einmal hinein zu hören. Anspieltipps sind "Die Brücke", "Am Meer" oder "Animal", der Song "Angel" ist hingegen eher ein Negativbeispiel. Sollte es der Band in Zukunft noch mehr gelingen, den eigenen Stil auszubauen, eigene Ideen zu verwirklichen und ihre Produktion zu verbessern, kann eine erfolgreiche Zukunft für Felsenreich möglich sein.

Label: Empire Of Rocks / Black Rain
Vertrieb: Nova Media
Spielzeit: 59:41
Titel: 13
VÖ-Datum: 07.06.2004

'Gothicweb' 2004– (Online-Magazin / Deutschland)

FELSENREICH "Tiefe“:

Unser aktueller CD Tipp kommt vom sächsischen Musikkollektiv "FELSENREICH". Es handelt sich um das neue Album "Tiefe". Auch wenn es nicht immer klar ist, welchen Style „FELSENREICHhaben, oder auf welchen musikalischen Wegen sie wandeln... muss man einfach sagen, dass dieses Album mit ein echtes Highlight ist. Ich würde schon sagen, dass es sich hierbei um astreinen Goth-Metal handelt, auch wenn FELSENREICH gern mit verschiedenen Stilen spielen. Die Stücke haben so eine Tiefe und Kraft, dass man fast schon ne Gänsehaut bekommt. Besonders beim Titel "In my Dreams" in der Akkustikversion... Man ist im Hause FELSENREICH einen großen und wichtigen Schritt weiter, wenn man das neue Album mit dem Vorgänger "Am Ende der Zeit" vergleichen mag. Auch die Stimme von Renato hat sich verdammt gebessert und kommt mit viel mehr Ausdruckskraft daher, ich habe auch das Gefühl, dass er "mehr" Luft beim Singen hat. Ein besonderes Lob gibt es auch für das Cover Artwork, selten sieht man bei "Nicht - Mainstream" Bands so einen Aufwand von Mühe und Liebe (sicher auch von Geld) fürs Layout. Das Design der CD zieht sich auch auf der neuen HP der Band durch. Also kann man sagen, dass ein neues Zeitalter im Reich der Felsen begonnen hat. Man kann sich auch auf der aktuellen Zilloskope CD ein Stück anhören, wenn man einen ersten Eindruck bekommen möchte. Mein absoluter CD Tipp!!! (Silvio)

'Terrorverlag' -2004- (Online-Magazin / Deutschland)

FELSENREICH "Tiefe“:

Wenn die aus dem Osten stammenden Musiker auch schon länger im Geschäft sind – präsentieren sie doch mit ihrem aktuellen Album „Tiefebereits ihr viertes Album und haben sich mit zahlreichen Auftritten einen sicheren Platz in den Herzen ihrer Fans und solcher, die es noch werden wollen, gemacht - so war mir der Name FELSENREICH doch bisher noch unbekannt. Leider, wie ich sagen muss, denn die Boxen schmetterten mir einen erstaunlichen und angenehmen Sound beim ersten Hören der Scheibe entgegen… Nach einem Geräusch- und Stimmenmeer als Intro beginnt die CD viel versprechend mit „Nightmare. Dieser starke, gitarrenlastige Song beginnt den roten Faden des Albums zu spinnen, vom Auf und Nieder der menschlichen Psyche – von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt. Renatos markante, aber wie ich finde, sehr angenehme Stimme, unterstreicht das Zusammenspiel der Instrumente auf mitreißende Art und Weise. Die E-Gitarre wirkt in ihrer abgehackten Form teils etwas fehl am Platze, wird jedoch durch eine eingängige Melodie und den starken melancholischen Text des Openers ausreichend übertüncht. Der zweite Song „Island Part IIgeht leider nicht so schnell ins Ohr, nur wenig bleibt hängen, von dem ruhigen Sound mit Trompetenuntermalung. Vage Parallelen lassen sich zum Stil von LACRIMOSA ziehen, was hier jedoch bitteschön nicht als negativ auszulegen ist. „Am Meer, wieder ein Stück der schnelleren Fraktion, erinnert mich beim ersten Hören ein wenig an „One Dayvon NEAR DARK, die sich ja bereits auf dem Zillo 98 in Hildesheim als Opener einen kleinen Namen machen konnten. Der Gesang im nächsten Track „Die Brückekommt teils sehr aggressiv rüber, meiner Meinung nach etwas zu aggressiv, auch wenn es in diesem Fall zum Text passt. Shouteinlagen und Sprechgesang verstärken die Wut, die in diesem Song steckt und machen ihn nach mehrmaligem Hören doch noch zu einem nachhaltigen Ohrwurm. „Ein Hauch, hier ist der Name – leider – Programm. Nichts von dem Song bleibt hängen. Schade, denn der Text war eigentlich recht viel versprechend. Die nächsten Songs entschädigen für diesen kurzen Ausfall jedoch mehr als reichlich. Außerordentlich erwähnenswert, wie ich finde, sind die balladesken Songs „Starchild“ und „In my Dreams. „Starchildbesticht durch traumhafte Melodien, auch hier wieder mit Trompetenmusik unterlegt. Die Klavierbegleitung und die sanfte Frauenstimme laden ein zum Spaziergang in den Sternen – Wegträumen ist angesagt. Weitergeträumt werden darf dann auch beim nächsten Song „In my Dreams. Akustisch, ohne jegliche musikalische Aggression, sanfte Vocals – FELSENREICH sind hier kaum noch zu erkennen als die Band, die den Hörer die letzte halbe Stunde begleitet hat. Und so neigt sich auch dieses kleine Meisterstück dem Ende zu. Schwer am Ende zu sagen, welcher Track am meisten beeindruckt hat. Das ruhige „Angel, das mit seinen sanften Gitarrenklängen so schnell ins Ohr ging, oder doch vielleicht eher der schnelle Opener „Nightmare? Ich weiß es nicht – und vielleicht ist das auch gut so, denn über diese Scheibe sollte sich jeder selbst eine Meinung bilden. Nichtsdestotrotz be-weisen die Jungs mit diesem Album sehr eindrucksvoll, dass auch eine Band, die bisher von der Tanzflächenvermarktung der Discotheken weitestgehend ausgeschlossen wurde, wundervolle Musik zu spielen vermag und dem Wort „Angenehmer Zeitvertreib“ eine neue Definition gibt. (Sternenwirbel / 20.08.2004)

'Freie Presse' -01.10.2004- (Tageszeitung / Deutschland)

FELSENREICH "Tiefe“:


Zerklüftete Romantik

Eintönigkeit kann man der Chemnitzer Band Felsenreich auf Ihrem zweiten Album „Tiefe“ (Empire of Rocks/Nova Media) wirklich nicht vorwerfen. Die Gruppe greift mit vollen Händen in die ganze Kiste düsterer Szeneklänge, vom Finstermetal über Elektronik- Sequenzen, bis zu molligen Chören und Orchesterbombast. Genau das ist aber auch das Problem des Sextetts: Die zwölf Songs wirken überladen und zerfahren, gut gemeinte Abwechslung kippt in Eintönigkeit um. So charmant Felsenreich im Prinzip sind, die Band fesselt zu selten, viele Titel wirken wie eine Collage markanter Stilmittel diverser bekannter Künstler. Auch die Texte stürzen den Hörer in ein Wechselbad: Kaum erfreut man sich an poetisch gelungenen Sprachbildern, bohrt einem die Band Schüttelreime a la „im tiefen Seelenkerker wird meine Liebe stärker“ ins Gemüt. Das ist schade, denn „Tiefe“ zeigt an sich sehr viele gute musikalische und klangliche Ideen, etwa im Stück „Ein Hauch“, daß durchaus Hitpotenzial mitbringt und die Verehrung der Band für Romantik Meister Joachim Witt unterstreicht. (Tim Hoffmann)


3 von 5 Punkten

'Medienkonverter' -2004- (Onlinemagazin / Deutschland)

FELSENREICH "Tiefe“:


"... in die Tiefe – will zerfallen in tausend Stücke..." mit diesem Zitat aus dem Song "
Die Brücke" kann man das 2. Album "Tiefe" von Felsenreich ziemlich umfassend beschreiben. Das ganze wirkt wie ein Flickenteppich verschiedenster Stilrichtungen und Stimmungen, bei denen ich selbst nach mehrmaligem Durchhören keinen roten Faden finden kann. Freut man sich nach dem sehr düsteren, atmosphärischen Intro "Tiefe" auf einen stimmungsvollen Trip in eben dieselbe, wird man bereits beim zweiten Song "Nightmare" wieder auf den Boden schrubbender Gitarren und ein bisschen unglaubwürdig "deathiger" Stimmen zurückgeholt. Im weiteren Verlauf wird nun mit allerlei Effekten, angefangen von Klaviereinsätzen oder hintergründigen Keyboards bis hin zu leisen Background-Chören oder pathetischen Gesangsparts versucht, das Metal-Gebräu auf gotisch-bombastisch zu trimmen. Auch die eigentlich gute Idee, Blechblasinstrumente einzusetzen wirkt nur bei "Am Meer" harmonisch und stimmig. An anderer Stelle gelingt diese Verbindung leider nicht mehr so gut. Ein bisschen Zeit, Luft zu holen, bietet der Track "In my Dreams". Diese puristische Akustik-Ballade, in der das Klavier die Hauptrolle spielt, zeigt, dass Felsenreich doch auch ganz einfach Musik machen können, ohne sich hinter tausenden Schnörkeln zu verstecken. Was allerdings der darauffolgende Popsong "Angel", der mich ein wenig an Bands wie Bon Jovi erinnert, soll, weiß ich bis heute nicht. Eben sowenig ist mir klar, was ein "instrumental electronic mix" ("Januar") als Bonus-Track auf einem Rock-Album zu suchen hat. Wie schon gesagt, der einzige rote Faden ist, dass es keinen gibt. Felsenreich geben sich Mühe, mit nahezu allen Mitteln, eine Metal-Produktion abwechslungsreich zu gestalten, tun jedoch des Guten viel zu viel. Der Sound wirkt dadurch aufgesetzt und überladen. Schade drum.

'Schwarze Seiten' -2004- (Onlinemagazin / Deutschland)

FELSENREICH "Tiefe“: Empire of Rocks / Nova Media


Drei Jahre liegt die Veröffentlichung des letzten Felsenreich-Albums „Am Ende der Zeit“ mittlerweile zurück, nun erfreut die Band Fans und solche, die es noch werden wollen, mit ihrem aktuellen Album „Tiefe“. Und auch, wenn die Jungs von Felsenreich allgemein für düsteren, eigenwilligen Rock mit Tendenzen sowohl zum Metal als auch zum Gothic verantwortlich zeichnen, ist der Albumtitel zum Glück Programm, denn um platte Klischees und langweiliges 08/15-Geschrummel hat man, so gut wie es bei einer Richtung, in der seit 10 Jahren Ideen und Innovation zugunsten kurzer aber heftiger Verkaufszahlenbooms über Bord geworfen wurden eben geht, erfolgreich vermieden. „Tiefe“ ist ein äußerst unterhaltsames, aber auch in sich schlüssiges und interessantes Album, welches völlig unterschiedliche Ansätze und Facetten in sich vereint und zu einem wohlklingenden Ganzen aus harten Gitarren, Synthiesequenzen, treibenden Drums und variantenreichen Vocals verschmelzt. Songs wie „Nightmare“, „Island Part II“ oder „Am Meer“ spielen sich in Windeseile ins Ohr, wissen zu gefallen mit ihrer ausgewogenen Mischung aus brachialen Gitarrensounds, verspielten Keys und hymnischen Refrains. Im zweiten Teil des Albums weicht die Brachialität zusehends der Melodiösität, „Starchild“ beispielsweise kombiniert beides zu einem hitverdächtigen Kracher, „Use the Fire“ offenbart das Felsenreich’sche Talent für episch-balladeske Elemente, die Akustik-Version von „In my Dreams“ mit ihrer fast poppigen, melancho-romantischen Melodieführung schafft eine perfekte Gratwanderung zwischen Herzschmerz und kraftvoller Hoffnung, „Angel“ führt dieses Konzept fort. Zum Ende des Albums gibt’s mit „Animal“ und „Desert“ nochmal ordentlich was zu rocken, und auf der Limited Edition beschließt nach 12 Songs als Nummer Dreizehn dann „Januar“ im Instrumental electronic Mix das Werk. Besonders schön ins Ohr fallen auf „Tiefe“ die Trompeteneinsätze, für welche Mathias Sohn verantwortlich zeichnet, der unlängst auch für JanusAuferstehung“ trompetet hat. Und auch der spärlich eingesetzte, dafür aber um so wirksamere weibliche Gesang sticht erfreulich aus dem üblichen Matsch weiblicher „Aaahs“ und „Ooohs“ hervor, mit denen so einige Protagonisten des Gothic/GothRock/Metal-Lagers irgendwie immer wieder (meist eher erfolglos) versuchen, ihre Grunzplatten aufzuwerten. Klarer, charismatischer Frauengesang, wohl dosiert und harmonisch – welch eine Freude! Überhaupt, „Freude“ ist eines der ersten Worte, die mir im Zusammenhang mit diesem Album einfallen. Freude über eine gelungene Platte, die Freunden des Genres viele dunkle Stunden versüßen wird. Prima! (Anne K.)


8,5 von 10 Punkten auf den Schwarzen Seiten

'Scryptura Sonitra' -Jan. 2005- (Onlinemag. / Deutschland)

FELSENREICH "Tiefe“:


Nachdem FELSENREICH vor drei Jahren ihr Album „Am Ende der Zeit“ veröffentlichten, 2002 und 2004 beim Wave Gothic Treffen auftraten, ist nun mit „Tiefe“ das neueste Werk auf den Markt gebracht worden. Die Verpackung ist schon mal recht hübsch gestaltet und die Texte im Booklet lassen erahnen, wohin die Reise geht („Nur Staub in meiner Hand! Vorbei die Seeligkeit! Ein lodernd heller Freudenhimmel, im Trauerfarbenkleid“). Wer mit dick auftragendem Gothic-Hardrock prinzipiell nichts anfangen kann, wird sicherlich auch mit dieser Veröffentlichung nicht wirklich warm werden.

Der belanglose Einstieg stimmt erstmal kritisch und auch die folgenden Songs schwanken in Sachen Qualität. Während der Gesang überwiegend durchschnittlich wirkt, begeistert man auf der anderen Seite mit einer gelungenen Pianoballade (’In My Dreams’). Überhaupt wirkt der zweite Teil der Scheibe weniger bemüht und insgesamt einfach natürlicher. Der Großteil der Stücke ist eingängig und solide komponiert, allerdings klingen die deutschsprachigen Songs teilweise ein wenig zu sehr nach aufgesetztem Lacrimosa-/Rammstein-Mix und auch die arg durchschnittliche Produktion gilt es am Anfang erstmal zu verdauen. Einzig die ein latentes Westernflair versprühenden Trompeteneinsätze reißen das Ganze noch aus dem Durchschnitt. ’Starchild’, ’Angel’ und ’Animal’ sind dagegen schon eher ein gelungener Spagat zwischen Melancholie und rockiger Düsterromantik. Für den Bonustrack hätte man jedoch vermutlich besser daran getan, eine Live-Aufnahme oder ähnliches zu verwenden, anstelle belanglos vor sich hin plätschernder Sounds.

Im Endeffekt landen FELSENREICH mit „Tiefesomit eine Platzierung im oberen Mittelfeld, mit einer recht gelungenen, eigenständigen Scheibe. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Neugierige können sich unter www.felsenreich.de ein eigenes Bild machen. (neur0)

Erscheinungsdatum: 14.06.2004

'Subkultur' 2005– (Online-Magazin / Deutschland)

FELSENREICH "Tiefe“:


Die sächsische Band FELSENREICH zog im nationalen Underground schon lange ihre Kreise, bis nun endlich der erste Plattenvertrag an Land gezogen werden konnte und die Möglichkeit besteht, ein größeres Publikum anzusprechen...

Zunächst einmal fällt das schöne Artwork auf, dem man anmerkt, daß sich hier viel Mühe gegeben wurde, die düstere Stimmung auch optisch umzusetzen. Und auch in musikalischer Hinsicht steckt viel Mühe und Leidenschaft in diesem Album, was sich ohne große Mühe feststellen lässt, denn FELSENREICH vereinen auf dieser Platte mehr Ideen als andere Bands auf drei Scheiben. Zudem bemüht man sich redlich um Eigenständigkeit, was nicht zuletzt das Auftauchen einer Trompete im Line-Up unterstreicht.

Die Musik der sechsköpfigen Formation bewegt sich zwischen neuer deutscher Härte, opulentem manchmal allerdings auch etwas überladenem Gothic Metal, Dark Wave und mystischen Elementen. Nicht selten erschaffen Keyboards und Trompeten eine sinfonische Dichte, die sich gleichsam düster und bedrohlich vor dem Hörer aufbaut. Im Vordergrund stehen dabei jedoch immer die massiven Gitarrenwände, die von dezenten elektronischen Anleihen unterstützt werden und "Tiefe" eine gesunde Härte verleihen. Meist im schleppenden Midtempo-Bereich angesiedelt, sind FELSENREICH auch in Punkto Eingängigkeit durchaus zu loben, denn viele Stücke setzen sich trotz komplexer Arrangements und ausladender Texte schon beim ersten Durchlauf im Ohr fest, man höre sich nur einmal "Die Brücke" oder "Ein Hauch" an. Die Abwechslung kommt dabei ebenso wenig zu kurz, wie der jedem Song anhaftende eigene Charakter. Auch ein Vergleich mit anderen Bands ist schwierig, denn alle gelegentlich aufkommenden Erinnerungen an andere Formationen beschreiben das Gehörte nur unzureichend.

Allerdings kommt auch diese Scheibe nicht gänzlich ohne Ansätze zur Verbesserung aus, denn allen voran der Gesang kann einem Vergleich zu bekannteren Bands des Gothic-Genres noch nicht standhalten. Zu unnatürlich, unmelodisch und uncharakteristisch wirkt die Vokal-Performance von Renato Wesely und nicht selten überschlägt sich seine Stimme bei der Masse an Text sogar. Beim nächsten Mal wäre es auf jeden Fall angebracht, etwas entspannter zu singen, denn hier hört man sehr deutlich, daß um der Tiefe willen einfach zu viel gepresst wird. Der zweite Kritikpunkt betrifft den arg dumpfen Sound, der manchmal wie ein besseres Demo klingt und in vielerlei Hinsicht etwas edler und transparenter ertönen könnte. Da FELSENREICH das Album jedoch selbst produziert haben, ist davon auszugehen, daß sie beim nächsten Mal auch hier dazu lernen werden. Mit der Band ist also auch weiterhin zu rechnen! (Sascha Blach)

'Fiend Magazine' – (England)

FELSENREICH "Tiefe“ [Nova Media] CD


I find it really hard to take Felsenreich, a German goth metal/rock band, seriously. The vocalist, who sounds like an evil incarnation of Dr. Teeth from The Muppets, sings terribly cheesy lyrics in a mixture of English and German. Maybe they sounded better live at Wave Gotik Treffen this year, but this recording just sounds rather muddy. On the up side, they do have appealing cover art/photography. It’s just a shame that the same attention to detail wasn’t paid to everything else (Justin Tall)

'Refraktor' Juni 2004– (Szene-Magazin / Deutschland)

FELSENREICH Zum Album: "Tiefe“

Die Band „Felsenreich“ ist vielleicht einigen Lesern noch durch ihr Debütalbum „Am Ende der Zeit“ in Erinnerung. In diesem Jahr wird nun Ihr zweites Album erscheinen und den Titel „Tiefe“ tragen. Die mir vorliegende Demo CD läßt mich schon einmal erahnen, was den Hörer auf dem zweiten Album erwarten wird. Felsenreich präsentieren sich abwechslungsreicher als noch auf dem Vorgängeralbum, was mir persönlich sehr gut gefällt. So werden sich sowohl richtige Gotik/Darkrock Kracher („Nightmare“) genauso auf der kommenden CD befinden, wie ruhige Balladen („In my Dreams“). Felsenreich verstricken bei ihrer Musik sehr geschickt Elektro Elemente mit kraftvollem Gitarren Sound. Dabei steht die Gitarre aber immer klar im Vordergrund, so das die meisten Songs unheimlich druckvoll rüber kommen. Wenn das restliche Material genauso gut wird, wie das was ich schon hören durfte, dann wird „Tiefe“ ein wirklich gutes Düsterrock Album. Also Augen und Ohren offen halten.

'Infrarot / XTortion' 2004– (Mailorder / Deutschland)

FELSENREICH "Tiefe“:

Nachdem schon das Debütalbum "Am Ende der Zeit" beachtliche Erfolge erzielen konnte, entführt das neue Felsenreich Werk "Tiefe" mit brachialen Gitarenriffs, aggressiven und melodischen Gesangslinien sowie Keyboardmelodien in die "Tiefen" der menschlichen Psyche. Erstmals wurden auch komplette Bläsersätze eingebaut, was den Songs einen eigenen speziellen Charakter verleiht.

'Zillo' 2004– (Independent-Magazin / Deutschland)

FELSENREICH "Tiefe“:

Nach den beiden Eps „The Death is behind youund „Melodien zur Weihnachtszeit, sowie dem Debütalbum „Am Ende Der Zeit(2001), legen Mathias Sohn, Renato Wesely, Denis Hartsch, Sören Bräuer und Jörg Meier mit „Tiefeihr zweites Album vor und werden dem Albumtitel durchaus gerecht. Während der eröffnende Instrumental Titeltrack noch elektronisch einfühlsam den Weg zu bereiten versucht, stößt das nachfolgende „Nightmareden Hörer bereits voll vor den Kopf. Mit fast metallener Härte auch in der Vocal Performance exorzieren Felsenreich ihre Alpträume, lassen dabei aber schon melodische Passagen zu, die sich im weiteren Verlauf des Albums zum Glück immer wieder als tragendes Element erweisen. So sehr, zum Beispiel auch bei „Island Part2die Gitarren geschrubbt wird, sorgen auf der anderen Seite elegische Ennio Morricone Trompeten und stimmungsvolle Keyboardseguenzen für extrem einfühlsame Momente. „Ein Hauchbiete sogar eine Art hypnotischen Schlachtengesang. „Use the Fireund „In my Dreamsüberzeugen mit melancholischer Piano Instrumentierung. Für ein Rock Album präsentiert sich „Tiefealso angenehm und überraschend vielseitig. (Dirk Hoffmann)

'The Dark Site' -2004- (Online-Magazin / Deutschland)

FELSENREICH "Tiefe“:

Auf den ersten Blick schien das Zweitwerk der deutschen Düsterrocker Felsenreich ein Stück standardisierter Goth Rock zu sein. Dieser Ersteindruck stellte sich mir unmittelbar nach dem kurzen und unspektakulären Intro ein. Die ersten Klänge des darauf folgenden Songs "Nightmare" entlockten mir zuerst nur ein müdes gähnen. Doch bereits kurze Zeit später öffnete sich der Song zu einem Hammer Opener, der auch jetzt noch vor allem durch die atmosphärischen Melodiebögen begeistern kann. Der negative Eindruck vom Beginn war komplett weggeblasen. Zu Recht! Was folgt, sind 13 Songs, die intensiver kaum sein könnten. Komplexe, fast epische Hymnen wie "Island Part 3" beherrscht die Band ebenso wie verspielt und poppig wirkende Songs a la "Angel". Dazwischen tummeln sich noch eine Reihe weiterer, potentieller Hits die abwechslungsreicher nicht sein könnten. Der Album Titel passt also wie die Faust aufs Auge denn "Tiefe" ist ein wirklich tiefgehendes und tiefgründiges Album welches vor Abwechslungs- und Ideenreichtum nur so strotzt. Vergleiche mit anderen Bands zu ziehen fällt schwer da Felsenreich ihren ganz eigenen Sound entwickelt haben. Einige Passagen erinnern an Secret Discovery oder gar an Janus (insbesondere die Trompeten Parts), doch auch Elemente von Bands wie Diary of Dreams kann man stellenweise herauszuhören. Die beiden einzigen Kritikpunkte, die dem Album leider einen Platz auf dem Olymp verwehren, sind der schwache Chor der an manchen Stellen eingesetzt wird sowie die viel zu lasche Produktion. Besonders letzteres ist sehr ärgerlich aber man kann nun mal nicht alles haben. Abgesehen von diesen beiden Punkten ist "Tiefe" ein durchweg gelungenes Werk und sollte von jedem Goth / Dark Rocker mit Hang zum elektronischen angetestet werden. (Menschenfeind / 30.08.2004)

Punkte: 8/10

'GothicParadise' -2004- (Onlinemagazin / Deutschland)

FELSENREICH "Tiefe“:

Mit ihrem bereits zweiten Album (und 2EPs) mit dem Namen „Tiefe“ wagen sich FELSENREICH zurück an die Oberfläche neuer Veröffentlichungen. Eine Band, die sich nur langsam zusammen gefunden hatte und mit der Zeit auf mittlerweile acht Musiker, die an „Tiefe“ mitarbeiten, zusammenwuchs. Eine stattliche Anzahl, die den breiten Sound des Albums schon erahnen lässt und tatsächlich bewirken der Einsatz von Trompeten und Flügelhörnen neben den konventionellen Instrumenten wie Bass und Gitarre einen interessanten Unterton der einzelnen Lieder, ohne dass dieser zu stark herausragt und die düstere Atmosphäre in den „Schatten“ stellt. Neben krachenden Stücken, wie der gleich zu Anfang eingespielte Song „Nightmare“ und dem einprägsamen „Use The Fire“ befinden sich auch tragende und mit wahrem Hymnencharakter ausgestattete Stücke auf dem Zweitlingswerk FELSENREICHs – allem voran das charismatische „Am Meer“, welches seine wahre Stärke im pompös wirkenden Chorgesang aufzeigt. Eine Ballade im Akustikkleid bieten die Dunkelrocker mit dem neu aufgearbeiteten Stück „In My Dreams“!

Weitere Höhepunkt ist der sehr passende Frauengesangspart bei „Starchild“ und „Animal“, der dem Lied, wie auch der gesamten Platte den nötigen melodischen Feinschliff verpasst. So könnte man von einem Song zum anderen springen um die einzelnen verschiedensten Aspekte der Lieder aufzeigen. FELSENREICH haben sich wirklich Mühe gegeben den einzelnen Songs einen eigenen Charakter zu schenken, verbleiben dabei aber stets in Gothic-Rock Gefilden. Sein es die elektronischen Arrangements, oder die sehr introvertierten Texte, welche sich alle samt in der Ich-Form geschrieben wieder finden. Insgesamt also ein souveränes, Detail verliebtes Album, welches überaus interessante Ansätze aufzeigt, die zum Teil, allem voran der Einsatz des Frauengesangs, zwar noch zahlreicher hätten ausfallen können, dennoch aber besonders gegen Ende zu einem Gothic-Album der besonderen Art avanciert. Den Namen FELSENREICH sollte man sich eventuell merken.

Anspieltipps: Angel, Animal, Am Meer

'Melting Close' -Jan. 2005- (Onlinemagazin / Deutschland)

FELSENREICH "Tiefe“:

Im Grunde ist das Urteil eindeutig: “Tiefe” ist ein grottenschlecht produziertes Quasi-GothicMetal-Album mit einem Sänger, der seine Profession vielleicht noch einmal überdenken sollte und einem scheppernden Gitarrensound, der jeder Streetpunk- oder OI!-Kapelle zur Ehre gereichen würde. Wer nun allerdings denkt, diese CD ist ein Fall für die Tonne, der irrt. Denn irgend etwas hat dieser Tonträger, was einen gefangen nimmt und was ihn aus der Masse heraushebt. Es fällt schwer zu ergründen, was es nun genau ist, aber ich werde das einmal versuchen.

Zunächst muss man der Band zugestehen, dass sie absolut eigenständig ist, denn ich bilde mir schon ein, über einen breiteren Horizont und ein weites Spektrum an Gehörtem zu verfügen und doch bin ich mir nicht wirklich sicher, mit wem man das Album vergleichen könnte. Da helfen nur noch wahnwitzige und armselige Mixturen wie vielleicht die aus den mittleren Christian Death, Kovenant und Condemned 84. Und dabei hätte man dann nur die Grundatmosphäre, die elektronische Verspieltheit und das Gitarrenspiel berücksichtigt.

Die Vocals sind seltsam gepresst und musikalische Untermalung klingt manchmal wirklich mitleiderregend unprofessionell, aber seltsamerweise stört einen das kaum, denn die CD verfügt mit beispielsweise „Am Meer“ oder „Use the Fire“ über beinahe schon überirdisch geile Arrangements, also Songs an sich. Es ist erstaunlich, woher die Mannen ihre Ideen nehmen, denn bisher dachte ich immer, das Feld des Rock wäre abgegrast und nicht mehr fruchtbar für neue Saat. Aber Felsenreich beweisen hier mit einer Leichtigkeit das Gegenteil, die mich schwer beeindruckt. Was würde ich darum geben, wenn die Band in späteren Tagen einmal über das nötige Know-how und die Mittel verfügen würde, um diese Scheibe noch einmal vernünftig aufzunehmen.

So bleibt unterm Strich eine erfrischend „andere“ CD, auf der nicht einmal mehr die Trompeten oder das Düster-Intro oder das absolut fehl am Platz erscheinende EBM-Bonusstückchen überraschen. Ich weigere mich, der „Tiefe“ eine Wertung zu geben, denn sie wäre aufgrund der zum Himmel schreienden Mängel in der Produktion zu schlecht, um meine eigentliche Meinung widerzuspiegeln. Besondere Erwähnung mag noch das wunderschöne Cover finden, die Aufmachung der CD ist nämlich nun wieder perfekt gelungen. Eine seltsame Geschichte, voller Widersprüche und trotzdem irgendwie cool, eben weil sie so erfrischend unkonventionell rüberkommt. Ich bin gespannt, wie die Band sich weiterentwickeln wird.

Prädikat: unbedingt mal rein hören!!! (Odin242)

'Music Extreme' 2005– (Online-Magazin / Argentinien)

FELSENREICH "Tiefe“:

Postal Address:
Federico Marongiu / Music Extreme
Billinghurst 2380 2-A
(C1425DTV) Buenos Aires
ARGENTINA


This is one hell of an original band !!! There is no other band like Felsenreich. An almost industrial intro opens up this album before the keyboards in "NIghtmare" open climatically the album. Then comes the distorted guitars delivering riffs that interact with the orchestration creating passages of utter heaviness yet with some epic feeling due to the keys arrangements. This band has a lot of originality because they have mixed some heavy riffing and rhythms in the heavy metal vein with a voice that sometimes sounds like Rammstein and in others takes a more aggressive yet climatic feeling and with incredible keyboards that set this band apart from any other of this style. There is virtuosism in this keyboard player creating passages and melodies that are technically challenging. Plus, here we have also some unconventional instrumentation doing some arrangements, like flugelhorn, tenorhorn that do some melodies here and there. But the main thing here is the contrast between the dark atmospheres and the aggressive guitar riffs and vocals. The sound of the recording is good, specially on keyboards.

'Online Magazin Argentinien'

FELSENREICH "Tiefe“

This is one hell of an original band !!! There is no other band like Felsenreich. An almost industrial intro opens up this album before the keyboards in "Nightmare" open climatically the album. Then comes the distorted guitars delivering riffs that interact with the orchestration creating passages of utter heaviness yet with some epic feeling due to the keys arrangements. This band has a lot of originality because they have mixed some heavy riffing and rhythms in the heavy metal vein with a voice that sometimes sounds like Rammstein and in others takes a more aggressive yet climatic feeling and with incredible keyboards that set this band apart from any other of this style. There is virtuosism in this keyboard player creating passages and melodies that are technically challenging. Plus, here we have also some unconventional instrumentation doing some arrangements, like flugelhorn, tenorhorn that do some melodies here and there. But the main thing here is the contrast between the dark atmospheres and the aggressive guitar riffs and vocals. The sound of the recording is good, specially on keyboards.

'Dark Fun' 2004– (Online-Magazin / Deutschland)

FELSENREICH "Tiefe“:

Diesen CD-Tip möchte ich mal etwas anders aufzäunen, denn hier haben wir ein Werk, welches so ungewöhnlich ist, dass ich auch einen ungewöhnlichen Weg der Erklärung gehen möchte. Ich möchte Euch einfach mal beschreiben, was ich beim ersten Hören gedacht habe und wie ich heute darüber denke. Also, die CD beginnt wie viele andere mit einem sehr schönen Intro! Dann folgen zwei Lieder, bei denen ich sofort dachte: "Ah, In Extremo -nur auf Englisch- aber doch irgendwie etwas anders! Höre ich da etwa in den krachigen Gitarren im Hintergrund 'ne Trompete? Nicht schlecht, die Idee!" Bei Lied 4 Am Meer (hammergeiler Song und mein 1. Anspieltip) dann die Auflösung: Tatsächlich eine Trompete! Bei diesem Song sind aber alle vorherigen Vergleiche mit In Extremo völlig über den Haufen geworfen. Auch textlich überzeugen Felsenreich, diesmal deutschsprachig, hier mit Melancholie und Leidenschaft und enorm kraftvollen Gitarren. Das nachfolgende Lied bleibt in einer ähnlichen harten Struktur, um im folgenden Stück Ein Hauch (2. Anspieltip) mit männlichen Chorälen zu überraschen, die hierbei dem Lied einen Gänsehautfaktor verleihen. Spätestens bei Starchild (3. Anspieltip) weiß man nun gar nicht mehr, ob man einen Sampler oder ein Album von nur einer Band im Player hat. Hier gesellt sich nun eine großartige Frauenstimme in den plötzlich sehr gefühlvollen Gesang des Leadsängers. Das 10. Stück Angel (4. Anspieltip) hat mich am meisten beeindruckt, denn sowohl Gesang als auch Spieltechnik, sind hier einfach nur überragend und geben diesem genialen Album wiederum eine ganz neue Stilrichtung bei. Tja, und plötzlich beginnt Animal (5. Anspieltip) und alles ist schon wieder ganz anders. Death- und Gothrock geben diesem Song ein völlig anderes Gewand! Dieses Stück kann ohne weiteres auf jeden Gothic-Batcave-Abend eingesetzt werden und besteht ohne weiteres die Feuertaufe neben allen etablierten Szenegrößen. Unnötig zu erwähnen, dass das Album noch weitere Überraschungen (z.B.: arabische Klänge, Flügelhörner und ein rein elektronisches Outro!) bereithält. Ein kleines Minus hat dieses Album aber trotz seiner völligen Genialität. Die Produktion hätte klangtechnisch durchaus sauberer sein können. Aber das ist der einzige Wermutstropfen! Abschließend gesagt, wer auf nie langweiligen und extrem facettenreichen Gitarren-Goth steht, sollte die Beine in die Hand nehmen und zu seinem Plattendealer rennen!

Rubrik Gothrock bis Gothmetal mit zahlreichen anderen Stilfacetten (Carsten / 24. Juli 2004)

Erscheinungsjahr (Ende Juli) 2004
Tanztauglichkeit 4 von 5
Ohrwurm 5 von 5
Frohsinn 3 von 5
Melancholie 3 von 5
Langzeitspaß 5 von 5
Produktion 3 von 5
Gitarren 5 von 5
Elektronik 1/2 von 5

'Elektrauma' 2004 – (www.elektrauma.com)

FELSENREICH "Tiefe“:

Die Gruppe hat bereits durch ihren konstanten Auftritt beim Wave Gotik Treffen sich schon eine solide Fangemeinde erspielen können. „Tiefeist bislang ihr zweites Album, dass aber aufgrund seiner Eindringlichkeit im wahrsten Sinne des Wortes „tief“ in das Bewusstsein des geneigten Hörers dringt. Das Quintett bezaubert einen durch ihre zum Teil kraftvollen, zum Teil gefühlvollen Songs und schafft es immer wieder, eine Intensität in ihre Lieder einzubauen. Besonders „Am Meer“, „Starchild“ und die bezaubernde Akustikversion von „In My Dreams“ sind große Momente ihrer Kunst. „Tiefe“ wird es auch noch in einer limitierten Fassung geben. Darauf ist dann der Bonustrack „Januar“ zu hören in einer elektronischen Fassung. Und auch das klingt wahrlich nicht von schlechten Eltern. Vielleicht ist es ja ein Fingerzeig, dass noch etwas mehr Elektronik in ihre Songs einfließen werden. Würde sich bestimmt gut machen. Jetzt sollten Fans und die, die es werden wollen, sich erst mal auf „Tiefe“ stürzen. Es soll ihr Schaden nicht sein. (Nuuc)

'Gothronic' 2004– (Online-Magazin / Niederlande)

FELSENREICH "Tiefe“:

Here’s finally a Gothic rock band that takes the challenge to sound as a product of 2004 instead of the eighties. Felsenreich has chosen for a good and up to date production. Together with the electro influences that the band sometimes uses the music sounds like a mixture of metal and (US) industrial as well. Listen for instance to the guitar sound during ‘Nightmare’ and ‘Island Part II’ or the bombastic chorus of ‘Ein Hauch’. Felsenreich however has more to offer, because ‘Am Meer’ and ‘Die Brücke’ sounds a bit like a rock oriented Unheilig. Both songs are tastefully added with a trumpet. The rough voice of Renato Wesely fits perfect to the music, although he also proves to know his way in a quiet song like ‘In My Dreams (Akustik version)’. This is absolutely one of the best songs on this record. Renato is only accompanied by piano and it sounds stunning. Ines Rudolph and Renato sing ‘Animal’ to great hights, although this song reminds a lot of other bands. It’s probably the hit potential of this song, because ‘Animal’ could become a club classic. Felsenreich proves with their second CD to interpret the different music styles of rock, metal and electro/ industrial in their own sound. Hopefully they will see it back in the number of fans.

'Zillosampler' -2004- (Deutschland)

Die Zillo-CD 09/04:

Nachdem die Heft-CD zu unserem Jubiläums-Special (das noch bis zum 18.10. im Handel ausliegt) mit raren oder unveröffentlichten Songs vieler bekannter Szene-Helden gefüllt war, bekommt ihr mit der CD zur aktuellen August-/September-Doppelausgabe wie gewohnt ganz aktuelle Songs sowohl von bekannten Acts wie den Crüxshadows und Cradle Of Filth als auch einer Vielzahl von interessanten Newcomern geboten. Den Anfang macht dabei eine ungewöhnliche Kollaboration zwischen dem Techno-Produzenten Kinky Roland alias Replicant und Soft-Cell-Frontmann Marc Almond. Nachdem Replicant auf seiner letzten EP "X-Posure" mit Glenn Gregory (Heaven 17) bereits eine der markantesten Stimmen der 80er reaktiviert hatte, konnte der aus Berlin stammende Wahllondoner mit Marc Almond den idealen Sänger für eine Minimal-Electro-Version des in den 80ern erfolgreich von RAFF und Laura Branigan in die Charts katapultierten "Self Control" gewinnen. Das macht einfach nur Spaß!

Anhänger modernerer elektronischer Klänge kommen dann bei Virtual><Embrace auf ihre Kosten. Tausendsassa Mike Johnson (Sero.Overdose, Infekktion) zielt mit seiner aggressiv-pulsierenden Mixtur aus harten Endzeit-Industrial-Rhythmen und flirrenden Techno-Elementen voll auf den Dancefloor, wie der Titeltrack seiner Club-EP "Roots Of Evil" überzeugend dokumentiert. Seit ein paar Jahren schon erfreut uns das französische Prikosnovenie-Label mit anspruchsvollen Heavenly Voices und Neoklassik aus aller Welt. Mit Lys hat Labelmanager Frederic Chaplain sein eigenes Projekt ins Leben gerufen, für dessen neues Album "Mélisse" er eine Vielzahl von Gastmusikern seines Labels wie Liz Van Dort (Faraway), Cecile Rabhi (Anassane), Mihaela Repina (Pink’n’Ruby), Francois Testory (Sarrazine) und Francesco Banchini (GOR) engagieren konnte, um einen vielschichtigen Ethno-TripHop zu kreieren, der verträumte orientalische Samples mit schamanischen Stimmen und bezaubernder Poesie vermischt. Mit dem treffend "Magic" betitelten zweiten Album entführen die aus dem ukrainischen Odessa stammenden Fleur den Hörer einmal mehr in die faszinierenden Welten des atmosphärisch-ätherischen Pop, wie ihn einst das britische 4AD-Label präsentierte. Olga Pulatova (Piano, Vocals) und Elena Voynarovskaya (Gitarre, Vocals) verbinden auf "Magic" Neofolk, Neoklassik und russische Popmusik, indem sie eine Vielzahl von akustischen Instrumenten wie Flöte, Cello, Percussions und Didgeridoo in ihre gefühlvolle, kontrastreiche Musik einbinden. Eine der führendsten Gothic-Metal-Acts sind seit Jahren fraglos Cradle Of Filth, die nach ihrem Labelwechsel zu Roadrunner endlich ihr neues Album "Nymphetamine" präsentieren. Der hier vertretene Song "Gilded Cunt" lässt mit seiner emotional druckvollen Härte und Dani Filth’ unverwechselbaren Gesang auch keine weiteren Fragen offen, warum die Band seit Jahren die treuesten Anhänger um sich vereinen darf. Bis dahin haben Regicide zwar noch einen weiten Weg vor sich, aber mit ihrem just veröffentlichten Debütalbum "Viorus" haben sie einen ersten viel versprechenden Schritt dahin getan. Das 2001 gegründete, aus Norddeutschland stammende Septett lässt sich nämlich nicht in die obligatorische Gothic-Metal-Schublade einordnen, sondern integriert auf intelligente Weise Elemente aus Folk, Gothic Rock, Metal, Klassik und gar 70er-Jahre-Rock in seiner Musik.

The Crüxshadows zählen längst zu den wichtigsten Vertretern der modernen Gothic-Szene. Der stets mit Rogues intelligenten Texten und seiner charismatischen Stimme versehene Crüxshadows-Sound fasziniert seit Jahren durch die unnachahmliche Mischung aus tanzbar-treibenden Electro-Arrangements, erfrischenden Goth-Rock-Gitarren und äußerst vitalen Streicher-Akzenten. Mit "Dragonfly" legen die Amerikaner endlich eine neue, prall gefüllte EP vor, die wie die vorangegangenen Veröffentlichungen bald nicht mehr aus den Clubs wegzudenken sein wird. Ego Likeness, die Labelkollegen der Crüxshadows auf Dancing Ferret, präsentieren mit dem von Frank Herberts Sci-Fi-Epos "Dune – Der Wüstenplanet" inspirierten neuen Album "Water To The Dead" ein komplexes Werk, dessen Symbolik auch auf Voodoo-Ritualen und buddhistischen Mantras beruht und allein deshalb schon eine Auseinandersetzung lohnt. Sascha Blach, seines Zeichens Kopf der Gothic-Formation Despairation und engagierter Zillo-Schreiber, hat mit Transit Poetry ein weiteres Projekt ins Leben gerufen, das auf dem Debütalbum "Themes From The Desolated Ocean" auf interessante Weise Gothic, Metal, Electro und Wave zu einer vielfarbigen Mischung vereint und von Saschas tiefer, elegischer Stimme und seinen poetischen Texten getragen wird. Hinter dem bereits Mitte der 80er gegründeten All-Star-Projekt Frankenstein verbergen sich so illustre Namen wie Dave Grave, Stevyn Grey, L. Ron Jeremy, Bart Sinister und Tommy Marseilles, das auf seinem längst überfälligen Debütalbum "An Ugly Display Of Self-Preservation" eine explosive Mischung aus Deathrock, Punk und Gothabilly präsentiert. Mit "She Casts No Shadow" bekommt ihr hier schon mal einen heißen Appetizer serviert. Der Bandname The Other ist zwar neu, doch die Formation, die dahintersteckt, keineswegs. Als Ghouls machten Rod Usher und seine Band nämlich als Misfits-Coverband von sich reden, doch da die Misfits offensichtlich nichts Neues veröffentlichen, fühlten sich die Ghouls berufen, das selbst in die Hand zu nehmen, und veröffentlichen mit "They’re Alive!" ein äußerst vergnügliches Horrorpunk-Album. Für The Ancient Gallery, die ihr neues Album "Alles ist Nichts" bei Dark Wings veröffentlichen und von Alex Krull (Atrocity) abmischen lassen, war stets das interdisziplinäre Arbeiten vorrangig. Ihre Mischung aus elektronischen und rockigen Klängen haben sie stets zusammen mit Modedesignern, Schriftstellern, Choreographen, Tänzern und Gastmusikern auf stimmige wie anspruchsvolle Weise inszeniert. Der auf der Zillo-CD vertretene Track "Was wir wollen" reißt zumindest schon mal musikalisch das an, was den Hörer auf dem Gesamtkunstwerk des Albums erwarten wird.

Schwer einzuordnen sind auch Felsenreich, die mit ihrem neuen Album "Tiefe" weit mehr als traditionellen Gothic-Rock präsentieren. Die kraftvollen Arrangements warten oft mit orchestraler Instrumentation und feinen Duett-Gesängen auf, wie auf dem hier vertretenen "Starchild" sehr gut zu hören ist. Recht schnell haben sich Schelmish in das Pantheon moderner Mittelalter-Acts wie Subway To Sally, Corvus Corax oder Schandmaul einreihen können. Ihr neues Album "Igni Gena" bildet den Abschluss ihrer Auseinandersetzung mit den vier Elementen und widmet sich dem Feuer. In diesem Kontext hat dann auch die Adaption des Johnny-Cash-Klassikers "Ring Of Fire" seine Berechtigung. Auf der Zillo-CD sind sie aber mit einer spannenden Neuinterpretation des traditionellen "Ecce mundi gaudium" vertreten.

Den Abschluss des Audioparts bilden die französischen Industrial-Rocker von Porn mit "Soft Machine/Porn Machine", die gerade ihr Debütalbum "Glitter, Danger & ToyBoyz" mit einer brisanten Mischung aus flirrenden Gitarren, krachender Elektronik und funkelnden Melodien in bester Tradition von Nine Inch Nails, Orgy oder Marilyn Manson veröffentlicht haben.


Multimedia-Sektion:


Mit Elfengrab können wir euch das neue tanzbare Lebensgefühl einer schwarz-dekadenten Szene präsentieren. Ihr dramatischer Dancefloorkracher "Es fällt die Nacht…" lässt auf ein großartiges Album hoffen und ist Teil der in Kürze erscheinenden dritten Ausgabe des legendären "Danse Macabre"-Samplers.

'Angelfire' -2004- (Online-Magazin / Schweden)

FELSENREICH "Tiefe“:

German lads Felsenreich give us 13 pieces compromised of dark metallic gothic rock not unlike Century Media darlings Moonspell or Europe’s prominent Lacrimosa with a stellar clarity of classical influences neatly laced around their inner demons. They seem to enjoy creating a grandeur sense of dramatic ambiance Victorian style and the carnivorous gloomy dark rock that beats with fiery life as foreboding anthems are shed from the moonlight. Lush violin strings arch in a cacophony frenzy towards the funeral procession “Nightmare” and their bleak rock doesn’t let up for much air either on “Island Part 2” where sorrow reigns and the classical passages seem to only increase towards praises to an underworld on edgy Germanic horizons. “Am Meer” and “Die Bruke” shows a style much in the same vein as Atrocity and Type ‘O Negative armed to the teeth with violins, horns, and subtle electronics jumping nihilistically about. The avalanche anthem “Ein Hauch” roars proudly in their native language that’s a prime example of raw gothic metal well composed and perspiring pints of dismal sonics and high aesthetics only the Europeans can capture so precise. “Use the Fire” and “Starchild” explores much the same territory while the desolate ballad “In My Dreams” at this point slows things down here in an acoustic version showing this dark outfit has a heart that still doesn’t seem to shake off their melancholic character. On “Angel” Felsenreich seems to have lost their metal edge and gravitated towards a more stripped down gothic rock sound with a slight dance edge as does the following track “Animal” that pens an epilogue to the land beyond the forest with keen vision. “Desert” morphs back into their cold metal guise with their orchestral prowess at their disposal lit like hallways. The last track and instrumental piece “Januar” goes into much more electronic territory abandoning all that had come before but certainly not eschewing the darkness. Your almost left wondering if your were listening to the same record. While Felsenreich might not come across to some as breaking new ground they do know how to craft deviant and lustful hard hitting ballads, and they really care about their work with the cd booklet layout getting a 10 for stunning photography and art. Strongly recommended to fans of Tanzwut, ASP, Chamber, etc.” (Marcos Massarri / 9/10/04)

'Schwarzes Cuxhaven' -2004- (Onlinemagazin / Deutschland)

FELSENREICH "Tiefe“:

Drei Jahre liegt die Veröffentlichung des letzten Felsenreich-Albums „Am Ende der Zeit“ mittlerweile zurück, nun erfreut die Band Fans und solche, die es noch werden wollen, mit ihrem aktuellen Album „Tiefe“.

Tiefeist ein äußerst unterhaltsames, aber auch in sich schlüssiges und interessantes Album, welches völlig unterschiedliche Ansätze und Facetten in sich vereint und zu einem wohlklingenden Ganzen aus harten Gitarren, Synthiesequenzen, treibenden Drums und variantenreichen Vocals verschmelzt. Und auch, wenn die Jungs von Felsenreich allgemein für düsteren, eigenwilligen Rock mit Tendenzen sowohl zum Metal als auch zum Gothic verantwortlich zeichnen, ist der Albumtitel zum Glück Programm. (LilithAnuikaToshiya / 15.10.2004 / 21:15 Uhr)

'TranceForm' -2004- (Onlinemagazin / Deutschland)

FELSENREICH "Tiefe“:

Die sächsische Band FELSENREICH zog im nationalen Underground schon lange ihre Kreise, bis nun endlich der erste Plattenvertrag an Land gezogen werden konnte und die Möglichkeit besteht, ein größeres Publikum anzusprechen...

Zunächst einmal fällt das schöne Artwork auf, dem man anmerkt, dass sich hier viel Mühe gegeben wurde, die düstere Stimmung auch optisch umzusetzen. Und auch in musikalischer Hinsicht steckt viel Mühe und Leidenschaft in diesem Album, was sich ohne große Mühe fest stellen lässt, denn FELSENREICH vereinen auf dieser Platte mehr Ideen als andere Bands auf drei Scheiben. Zudem bemüht man sich redlich um Eigenständigkeit, was nicht zuletzt das Auftauchen einer Trompete im Line-Up unterstreicht.

Die Musik der sechsköpfigen Formation bewegt sich zwischen neuer deutscher Härte, opulentem manchmal allerdings auch etwas überladenem Gothic Metal, Dark Wave und mystischen Elementen. Nicht selten erschaffen Keyboards und Trompeten eine sinfonische Dichte, die sich gleichsam düster und bedrohlich vor dem Hörer aufbaut. Im Vordergrund stehen dabei jedoch immer die massiven Gitarrenwände, die von dezenten elektronischen Anleihen unterstützt werden und "Tiefe" eine gesunde Härte verleihen. Meist im schleppenden Midtempo-Bereich angesiedelt, sind FELSENREICH auch in Punkto Eingängigkeit durchaus zu loben, denn viele Stücke setzen sich trotz komplexer Arrangements und ausladender Texte schon beim ersten Durchlauf im Ohr fest, man höre sich nur einmal "Die Brücke" oder "Ein Hauch" an. Die Abwechslung kommt dabei ebenso wenig zu kurz, wie der jedem Song anhaftende eigene Charakter. Auch ein Vergleich mit anderen Bands ist schwierig, denn alle gelegentlich aufkommenden Erinnerungen an andere Formationen beschreiben das Gehörte nur unzureichend.

Allerdings kommt auch diese Scheibe nicht gänzlich ohne Ansätze zur Verbesserung aus, denn allen voran der Gesang kann einem Vergleich zu bekannteren Bands des Gothic-Genres noch nicht standhalten. Zu unnatürlich, unmelodisch und uncharakteristisch wirkt die Vokal-Performance von Renato Wesely und nicht selten überschlägt sich seine Stimme bei der Masse an Text sogar. Beim nächsten Mal wäre es auf jeden Fall angebracht, etwas entspannter zu singen, denn hier hört man sehr deutlich, dass um der Tiefe willen einfach zu viel gepresst wird. Der zweite Kritikpunkt betrifft den arg dumpfen Sound, der manchmal wie ein besseres Demo klingt und in vielerlei Hinsicht etwas edler und transparenter ertönen könnte. Da FELSENREICH das Album jedoch selbst produziert haben, ist davon auszugehen, dass sie beim nächsten Mal auch hier dazu lernen werden. Mit der Band ist also auch weiterhin zu rechnen! (Sascha Blach)

'Gothenfront' Jan. 2005– (Online-Magazin / Deutschland)

FELSENREICH "Tiefe“:

Diesen CD-Tipp möchte ich mal etwas anders auf zäunen, denn hier haben wir ein Werk, welches so ungewöhnlich ist, dass ich auch einen ungewöhnlichen Weg der Erklärung gehen möchte. Ich möchte Euch einfach mal beschreiben, was ich beim ersten Hören gedacht habe und wie ich heute darüber denke. Also, die CD beginnt wie viele andere mit einem sehr schönen Intro! Dann folgen zwei Lieder, bei denen ich sofort dachte: "Ah, In Extremo -nur auf Englisch- aber doch irgendwie etwas anders! Höre ich da etwa in den krachigen Gitarren im Hintergrund ’ne Trompete? Nicht schlecht, die Idee!" Bei Lied 4 Am Meer (hammergeiler Song und mein 1. Anspieltipp) dann die Auflösung: Tatsächlich eine Trompete! Bei diesem Song sind aber alle vorherigen Vergleiche mit In Extremo völlig über den Haufen geworfen. Auch textlich überzeugen Felsenreich, diesmal deutschsprachig, hier mit Melancholie und Leidenschaft und enorm kraftvollen Gitarren. Das nachfolgende Lied bleibt in einer ähnlichen harten Struktur, um im folgenden Stück Ein Hauch (2. Anspieltipp) mit männlichen Chorälen zu überraschen, die hierbei dem Lied einen Gänsehaut-faktor verleihen. Spätestens bei Starchild (3. Anspieltipp) weiß man nun gar nicht mehr, ob man einen Sampler oder ein Album von nur einer Band im Player hat. Hier gesellt sich nun eine großartige Frauenstimme in den plötzlich sehr gefühlvollen Gesang des Leadsängers. Das 10. Stück Angel (4. Anspieltipp) hat mich am meisten beeindruckt, denn sowohl Gesang als auch Spieltechnik, sind hier einfach nur überragend und geben diesem genialen Album wiederum eine ganz neue Stilrichtung bei. Tja, und plötzlich beginnt Animal (5. Anspieltipp) und alles ist schon wieder ganz anders. Death- und Gothrock geben diesem Song ein völlig anderes Gewand! Dieses Stück kann ohne weiteres auf jeden Gothic-Batcave-Abend eingesetzt werden und besteht ohne weiteres die Feuertaufe neben allen etablierten Szenegrößen. Unnötig zu erwähnen, dass das Album noch weitere Überraschungen (z.B.: arabische Klänge, Flügelhörner und ein rein elektronisches Outro!) bereithält. Ein kleines Minus hat dieses Album aber trotz seiner völligen Genialität. Die Produktion hätte klangtechnisch durchaus sauberer sein können. Aber das ist der einzige Wermutstropfen!

Abschließend gesagt, wer auf nie langweiligen und extrem facettenreichen Gitarren-Goth steht, sollte die Beine in die Hand nehmen und zu seinem Plattendealer rennen!


Rubrik Gothrock bis Gothmetal mit zahlreichen anderen Stilfacetten

Erscheinungsjahr (Ende Juli) 2004

Tanztauglichkeit 4 von 5

Ohrwurm 5 von 5

Frohsinn 3 von 5

Melancholie 3 von 5

Langzeitspaß 5 von 5

Produktion 3 von 5

Gitarren 5 von 5

Elektronik 1/2 von 5 (Carsten aka Feuerstaub)

'Blitz!'-Chemnitz -März 2005- (Stadtmagazin / Deutschland)

Gothic: FELSENREICH:

In der zweiten Hälfte der 1990er fanden sie sich allmählich um den blinden Soundtüftler Denis Hartzsch und den Sänger und Texter Renato Wesely zusammen, 1999 erschien "The Death Is Behind You". 2001 folgte das Album-Debüt "Am Ende der Zeit". Im Juni vergangenen Jahres waren die Aufnahmen zum Zweitling "Tiefe" abgeschlossen, auf dem Wave Gotik Treffen wurden die neuen Stücke erstmalig live präsentiert. Doch erst Ende 2004, nach einigen weiteren Konzerten, luden Felsenreich in den Chemnitzer Bunker, um das Album vor heimischem Publikum das erste Mal zu spielen. Goth-Rock heißt die Devise, mal ruhig-schwärmerisch, mal ausgesprochen aggressiv. Die Texte polarisieren. Die Fachpresse scheint völlig zerrissen, überschwängliches Lob wechselt mit vernichtenden Verrissen. Immerhin: Kaum jemand lässt "Tiefe" kalt, niemand zuckt lediglich unbeteiligt die Schultern. Eigentlich ist das doch das Wichtigste, oder?



Stadtstreicher (PDF)

Bluewave - Club Promotion Ergebnisse


Reaktionen des Publikums

Häufigkeit der Einsätze

1

Sehr gut

02 %

1

Sehr oft

03 %

2

Gut

21 %

2

Oft

17 %

3

Befriedigend

33 %

3

Manchmal

32 %

4

Ausreichend

19 %

4

Selten

25 %

5

Mangelhaft

25 %

5

Nie

23 %

 

DJ HIT

CLUB HIT

Platz 1

Track Nr.03

island part II

Platz 1

Track Nr.04

am meer

Platz 2

Track Nr.04

am meer

Platz 2

Track Nr.05

die brücke

Platz 3

Track Nr.07

use the fire

Platz 3

Track Nr.03

island part II

Platz 3

Track Nr.08

starchield

Platz 3

Track Nr.07

use the fire

 

 

 

Platz 3

Track Nr.08

starchield

 

Kommentare der DJs

Die Band macht sich mit diesem Album sehr gute Freunde bei uns. Klingt sehr gut

Wo grabt ihr eigentlich solche Bands aus. Wenn das so weiter geht, müssen sich gewichtige Szenegrößen vorsehen. Dicken Dank auch

Voll daneben

Schön, dass auch mal Gitarrenbands von euch kommen. Auch wenn hierbei vielleicht der absolute Smash-Hit fehlt, erweisen sich viele Songs als sehr tanzbar und werden auch aufgenommen. Vor allem der facettenreiche Instrumenteeinsatz läßt das Album nie langweilig werden! Klasse CD!

Schöner Rock

Was soll das sein? Heavy? Gothic?!?! Keine Ahnung-Gar nicht meine Baustelle

War mir bisher unbekannt...schöner Sound!

Überflüssigste CD seit langem

OK—geht so-bisher Track 8 & 4 eingesetzt-Track 4 wurde erfragt-aber kaum Floorresonanz-momentan Vorprogramm

Sind mir viel zu aufgesetzt in Text und Musik. Das ist nicht mein Geschmack. Da werden Klischees bedient

Nicht schlecht

Teilweise tanzbar. Mitläufer für Fans

Kommt sehr schwach daher

Läuft so gut wie gar nicht

Positiv: Eigener Stil, schönes Booklet. Leider weit ab von jedem Clubtrend...daher wird es dieses VÖ auch schwer haben sich durchzusetzen...schade eigentlich

schlecht produziertes, recht langweiliges album ohne richtig eigenen stil. überflüssig.

Super. Musikalisch gesehen ein Top Album. Sehr viel Innovation und neue Sounds. gefällt mir gut. Dich leider schwerr im Club Programm einzuordnen.
trotzdem hat sich ein Stück gefunden , und dies kaum auch sehr gut an beim Puplikum! Sehr gute Nachfrage der Leute!

naja

Abwechslungsreiches Album! Ein großer Hit fehlt leider. Am Gesang könnte vielleicht noch etwas gearbeitet werden.

Um Gäste zu verjagen ist das Album geeignet. Werde es mit Sicherheit auch nie wieder spielen!

Instrumentierung ist schon sehr gut, nur finde ich, daß bei manchen Stücken die Stimme mehr rausholen könnte

Nach einigen Tanzflächenflops weiterer Einsatz nur bei Nachfrage

gar nicht meins!kann man auch nicht einsetzen.aber ist ok

Nicht schlecht der Specht. Wird wohl nicht das Überalbum werden, aber bei manchen gut ankommen! Für mich ein Mitläufer

In Zukunft werde ich zumindest Track 8 in der Nebenzeit antesten

Mal angehört, mit dem Kopf geschüttelt, und wieder weggelegt

Ganz nett und auch ab und zu mit Nightwish & Co einsetzbar- aber kein muss. Resonanz ist eher schwach

Sorry, aber nicht meine Musik

Ich bin begeistert. Kompetente Musiker, die ein abwechslungsreiches Album geschaffen haben. Die Stücke sind teils schon zu komplex zum Auflegen, aber sehr empfehlenswert

Song 10 ist sehr melodisch und hat ein schönes Thema! Davon kann man doch nicht genug bekommen!

Naja, geht so würde ich sagen. Ich mag diese sogenannten Gothic Metal Bands überhaupt gar nicht. Da ich auch denke: es ist und bleibt Metal. Und der ist alles, nur nicht schwarz. Die Idee eine Sängerin zu integrieren schielt ganz klar auf Bands wie Nightwish und Within Temptation und zeugt nicht von Kreativität! Sorry!

Die Scheibe hat einiges an Abwechslung zu bieten und zeigt was die Band alles kann. Nicht für jeden Geschmack, aber sicherlich ein Stück Musik, dass auch zu überzeugen weiß.

Die Hobbies von Keyboarder Matthias sind baden und ausruhen“. Und wen interessiert so ein Scheiß? Immerhin haben Felsenreich laut Credits 2 Fans - die reichen vielleicht für die beiden Bandmembers, die zurzeit „mal wieder solo“ sind. Was an der Bandhomepage kacke ist kann das Album leider auch kaum retten. Überladene Arrangements werden so sehr in kaum vorhandene Produktion gezwängt, dass die Boxen platzen und der Pathos in dicken, stinkenden Schleimbächen zähflüssig aus der malträtierten Anlage trieft. Was ist das überhaupt für ein Sänger? Ivan Kunarichev aus den guten alten Larry Brent Europa-Hörspielkassetten? Warum singt’n der jetzt, der soll lieber weiter Vodka saufen und Fälle lösen! Echtmal, wenn ich pseudo-konzertante sich dem Metal anbierdernde Tralla hören will, dann nehme ich doch lieber Janus, die haben wenigstens literarisches Niveau. Oder Lacrimosa. Die sind zwar auch scheisse, aber da ist wenigstens das Orchester komplett authentisch und besteht nicht nur aus einem miese Synthstreicher übertrötendem Flügelhorn, das spätestens ab Track 5 zu nerven beginnt. Na gut, Mathias kann wenigstens als einziger aus der Band ansprechend spielen, er studiert ja auch Musik. Ausserdem spricht für ihn, dass er die Band nur macht, weil er die Kohle braucht („arbeitet in verschiedenen Musikformationen um ... Studium zu finanzieren“). Und die Reactions? Na gut, „Am Meer“ könnte sowas wie ein Clubhit werden, wenn die Produktion - vor allem der Gitarren - anständig wäre und ein besserer Sänger eingesetzt würde. „Die Brücke“ klingt vielversprechend, wird aber vom Flügelhorn komplett zersiebt. Ausserdem gibt Renato hier diese unsägliche Mache-ich-jetzt-lieber-Laibach-oder-Sisters-nach Stimmenprofillosigkeit zum besten. Diese Band braucht dringend einen anderen Sänger. Die ganze Scheibe würde auch weitaus sympathischer und ernstzunehmender erscheinen, wenn sie nicht klingen würde wie in 3 versoffenen Nächten in die „.all“ (Cubase-Datei) gerotzt. Anstelle am Artwork, das wirklich mehr als nett geworden ist, sollten die Jungs lieber mehr am Sound feilen, dann ist man hinterher ob solch vielversprechender Verpackung auch nicht enttäuscht. Dass man mit zu laut abgemischten und klanglich scheisse klingenden Brettgitarren die Produktion komplett versauen kann, weiß Christian Pohl nicht erst seit „Navigator“. A
usserdem hat die Scheibe ein Trendproblem: man kann dazu weder bunte Strumpfhosen anziehen, auch fehlen die Sackpfeifen (aber hey, ein Flügelhorn!). So wird der Silberling wohl zunächst im eingeschworenen Kreise unerschrockener Trisol- Labelanhänger die Runden drehen,  bis sich an der Produktion etwas verbessert hat und die verhinderte Genialität des Quartetts Samsas-Traum-gleich über Nacht einen Run vermeintlich intellektueller Bewunderer in mit Himbeersoße bekleckerten Oberhemden erhalten wird, so daß wir die Formation spätestens 2006 im hoffnungslos überfüllten Hangar des M’Era Lunas an wohlplazierter Position als vermeintlichen „Geheimtip“ in zweifelhaftem Genusse erleben dürfen. Bis dahin muss die Kapelle aber noch ein klein wenig arbeiten.
Fazit:
- voll nicht mein Ding
- was davon auflegen würde ich nur auf mehrfachen, massiven Wunsch, zumal ich Clubhits nur im gut gemeinten Ansatz erkenne
- „gut gemeint“ beschreibt auch den Rest der Scheibe recht treffend, leider wurde das Klassenziel nicht vollständig erreicht
- Renato Wesely sollte lieber Bücher schreiben und Matthias Sohn sich auf sein Studium oder „Die Schinder“ konzentrieren. Der Rest löst sich dann hoffentlich auf oder steigt bei Samsas Traum ein.

Schön vielseitig, nicht schlecht

Ganz gut. Abwechslungreich. Bietet auf Dauer bestimmt mehr Songs für die Parties.

Würg

Durchaus abwechslungsreich mit einigen gelungenen Passagen. Im ganzen jedoch nicht so richtig überzeugend, wofür ich wiederum keine rechte Erklärung habe...

Mhm. Rockig ist dieses Werk ja, aber leider blieb ein Clubhit meinem Gehör verweigert, was aber nicht daran liegt, das ich Berührungsängste mit dieser Art von Musik habe, eher daran, das es leider so klingt wie vieles andere auch. Schade

Sehr schön zum hören wenn auch nicht gepflastert mit Clubhits..

sorry, nix für mich....

Ne, überhaupt nicht mein Fall. Auch absolut schlecht produziert.

vor allem die gitarrendominierten stücke haben kraft und unterhalten aufs beste

Das Album gefiel mir sofort sehr gut . Das mit den Trompeten gefiel mir so gut , das war und klang dadurch so anders , das hatte was finde ich.

Ein nettes Album im Bereich Gothic Metal, was durch den Einsatz von Trompeten wieder irgendwas neues hat :-) Insagesamt ist es mir aber doch zu vorhersehbar. Die CD wird gegen Ende hin besser

Erinnert ein wenig an fühe Crematory Werke, allerdings ist die Produktion wesentlich ausgereifter. Denke das Album kommt nach Erfolgen von z.B Witt genau zur rechten Zeit um eie Brücke zwischen Goth-Metal und dem Kommerz zu schlagen!

Auch ein sehr ausgewogenes Album. Den Titel „animal“ finde ich sehr gelungen.

graus;) mit diesem Album kann ich absolut nichts anfangen...ausser frisbee

Felsenreich sind wirklich vielseitig und abwechslungsreich. Eine tolle CD, die vor allem durch starke Rocksongs überzeugt. Dazu gibt es noch einige Einflüsse, die man so in diesem Bereich noch nicht gehört hat, wie zum Beispiel der Einsatz von Bläsern. Das macht die Platte absolut hörenswert, lässt aber manchmal einen roten Faden vermissen.

Unausgegorene Mischung

Durchaus eigenständig in der Ausrichtung, kommen Felsenreich sehr abwechslungsreich daher. Ausgewogen, sowohl für den Club als auch zu Hause interessant und kurzweilig!

Leider kein Clubhit dabei

Sorry, ., aber das ist aus musikalischer Sicht die absolute Krönung im Jahr 2004 und ich hoffe das es auch Musikalisch die einzige Ausnahmeerscheinung bleibt im diesem Jahr bleibt. Ich wähle den Longplayer in der Kategorie: - schlechtester Sound und Masterig - schlechteste Gesangstimme - schlechteste Texte
Eben alles schlecht, was falsch zu machen ist.

Interessant instrumentierter GothMetal jenseits der notwendigen Standards

Hab ich getetstet, aber kein Rankommen

Die Abmischung der CD ist echt schlecht. Kein Highlight

schwülstige keyboards, dröge gitarren, schwacher gesang - DAS war nix!

Erstaunlcih das heute noch so mieß produzierte Alben ihren Weg ins Presswerk finden. Selbst für ein Debut ist der Sound erschreckend schlecht. Das ALbum enthält bestimmt die eine oder andere gute Idee. Der Erfolg scheitert aber sicher am Sound. BEsonders im Club bei entsprechender Lautstärke wird die Musik zu einer echten Quälerei. Sorry aber viel gutes kann ich hierzu nicht schreiben.

Gefällt mir sehr gut, Klasse Combo!!!

'Nibelheim' – (Gästebuch von Felsenreich.de)

FELSENREICH "Melodien zur Weihnachtszeit" (Vertrieb: Empire of Rocks)

Plattenkritik.

Endlich was Neues aus dem Hause Felsenreich ! Zum frohen Feste kurz vor Ultimo des Jahres 2002 überraschte die Band mit einem Mini-Album namens "Melodien zur Weihnachtszeit". Dem einschlägig vorgeschädigten Hörer gehen dabei mehrere Möglichkeiten am geistigen Ohr vorbei als da z.B. wären "Melodien für Millionen" !? Wohl kaum, denn mit der volksschlagerduseligen Seniorenhorde hat man wohl kaum mehr als das Pflichterbteil gemein. Oder verklausulierte Melodramatik, käuflich für Millionen von Eurocent ?? Unwahrscheinlich.

Dann schon das Ganze eher "Unheilig". Der Graf, Mastermind der Musiktruppe mit dem blasphemischen Namen, gab sich letzthin mit einem "Frohes Fest" genannten Scheibchen ebenfalls dem Jahresendbrimborium hin. Dies tat er gekonnt, routiniert, irgendwie unerwartet aber jederzeit mit dem dunklen Geschmack kompatibel.

Nun also Felsenreich, was hat der geneigte Fan zu erwarten? Zunächst Titel 1, wenn man denn der Reihe nach vorgeht, oder besser, reinhört. "Guten Abend, schön Abend", so grüßt es von der Tracklist, nix wie rein mit der Datenplinse in den Player und die Lauscher aufgestellt. Trompetenklang erfüllt den Raum, die Titelzeile erklingt und wieder jubiliert ausdauernd die Trompete. Ist die Band nicht ganz textsicher? Transportiert das Blasinstrument den Malemprè des Vergessens? Doch schon geht's weiter und schließlich wird der volkstümliche Reim in 2:15 min recht vollständig vorgetragen.

Als nächstes ein noch bekannteres Dezembertrauma, "O Tannenbaum" !

Diesmal bleibt das Blech im Sack, ein orchestraler Keyboardteppich legt sich sachte unter des Sängers sanften Bariton , wer kennt sie nicht, die weisen Worte über Deutschlands urtümlichstes Weihnachtsutensil. 1:58 min Tradition, getragen vorgetragen.

Nun wird's lustig, zünd an, es kommt die Feuerwehr, denn "Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen". Mehrstimmig schwingt launige Vorfreude aufs Fest, begleitet vom Klavier und klimpernden Schellen, die das nahen des Elchbespannten Geschenketransporter mit dem weißbärtigen Herrn als Insassen förmlich erahnen lassen. Hier durften sich wohl ziemlich alle Bandmitglieder in den Sängerreigen einreihen. Höre ich von der Hinterbank, da wo die Geschenke sich stapeln, weibliches Singen? Nein, muss wohl mein tinnitöses Mittelohr sein, was hier gauklerisch tätig ist und während der letzten 2 Minuten 2 Sekunden dem Kleinhirn irritierende Informationen zukommen ließ.

Nun munter fort mit dem Gebimmel, denn "Kling, Glöckchen, klingelingeling" (mir sträubt sich förmlich der Tippfinger, bei diesen Buchstabenkonstellationen...) irrlichtert es durch Mark und Bein. Und nun kann ich mich nicht täuschen, zartes Frauenstimmband lässt seinen wohlgeformten Ton auf den Hörer herniederschweben. Die Herren haben Singpause, dürfen ihre Fähigkeiten nebenher an diversen Instrumenten beweisen. Frage ich mich allerdings, wer sind die Damen? Heimliche Mitglieder ? Entliehene Damen anderer Ensembles ? Die Spielerfrauen garselbst ? Man darf auf Lüftung dieses Geheimnisses gespannt sein, denn die spärlich bedruckte CD-Hülle gibt keinerlei Hinweis. Kurz wars, 1:52 min , aber schööön.

Beinahe sakral kommt "O du fröhliche" daher. Ein kirchenfähig gestyltes elektronisches Instrument gibt der urigen Weise die nötige Tiefe, ein ganzer Chor scheint am Werke und fast ist mir, als wolle sich subtil ein winzig Tränlein aus meinen geröteten Augen davonschleichen....2:29 min lang.

"1000 Sterne sind ein Dom", nicht nur der Titel, auch der Vortrag selbst weckt Erinnerung an längst vergangene Zeiten , in denen sich Combos mit Namen wie "Lift", "Stern Meissen" oder "Elektra" ähnliche Rhythmik zu eigen machten, Texte mit ebensolcher Tiefe verbrachen und einfach nur gut waren, unter dem Sammelbegriff "Sachsendreier" sind sie es übrigens heute noch und wieder. Aber nicht das schnöde abschweifen soll meine Passion sein, sondern die Bewertung der felsenreichen Musiker. Die 2 Minuten mit den 1000 Sternen kann ich jedenfalls unter "gelungen" abhaken und mich genüsslich im Ohrensessel zurücklehnen, denn das letzte Stück ist erreicht.

Nichts geringeres als "Stille Nacht, heilige Nacht" beschließt das gar christlich verpackte Geschenk an die Nachwelt. Alles erdenkbare Geläut, Gebläs, Georgel säuselt die altbekannte Melodie. Die Trompete an mancher Stelle recht schräg, schmeichelt sich die heilige Melodie dennoch hauchzart unter Knabens lockiges Haar, der Sänger wird zum Sprecher und erklärt die heilige Nacht für alle unwissenden Heiden, bevor eine wahre Engelsstimme (BEGEISTERUNG !!) die stille Nacht nach reichlich 3 Minuten traulich beendet.

Dies war sie also, die Weihnachtsüberraschung von und mit Felsenreich, eine erquickliche Bescherung für all diejenigen, welche sich noch irgendwie aufs Fest einlassen und traditioneller Musik etwas abgewinnen. Die christlich geprägte Elternschaft zumindest wird aus dem jauchzen und frohlocken nicht herauskommen, wenn sie feststellt, ihrer Leiber Früchte können auch anders, wenn sie nur wollen .

Für den mehr oder weniger erheblichen Rest der Felsenreich-Anhänger bleibt zu hoffen, demnächst wieder ein richtiges Album von gewohntem Inhalt und Qualität in Händen halten zu dürfen. (Nibelheim)

'Freie Presse' – (Tageszeitung/ Chemnitz vom 14.12.2002)

Letztes Konzert von 'Felsenreich' in diesem Jahr
'ZV-Bunker' am Rosenplatz lädt am Samstag ein – Gothicrockformation freut sich auf Gastspiel in heimischen Gefilden

Wenn an diesem Samstag um 21 Uhr im 'ZV-Bunker', Rosenplatz 7, das Licht verlischt, wird die Gothicrockformation 'Felsenreich' ihr letztes Konzert in diesem Jahr geben. 'Es war ein gutes Jahr', meint Keyboarder Denis Hartzsch. 'Nach der Veröffentlichung unseres Debütalbums 'Am Ende der Zeit' war es unser Bestreben, die Songs live umzusetzen, was gut gelang'. Konzerte führten die Band vorrangig durch den mitteldeutschen Raum. Höhepunkt war der Auftritt im Rahmen des 11. 'Wave-Gotik-Treffens' in Leipzig. 'Dort hat alles genau gepasst', erinnert sich Veit Harzdorf (Bassist). 'Band, Sound, Ambiente und Publikum bildeten eine Einheit'. Der Band ist es gelungen, ihr Material im osteuropäischen Bereich bekannt zu machen. So konnte mit dem russischen Plattenlabel 'Irond Records' ein Vertrag unterzeichnet werden. 'Eine Tournee dorthin, das wäre was !', malt sich Sören Bräuer, der Gitarrist, aus. Vorerst bleibt es bei heimischen Gefilden. 'Felsenreich' freut sich auf das Konzert in Chemnitz. Ein Großteil der Band ist hier verwurzelt. Außerdem kann mit Holm Straßburger am Schlagzeug eine musikalische Ergänzung präsentiert werden. 'Vor allem bei den neuen härteren Stücken, wie 'Use the Fire' oder 'Nightmare' macht sich ein Livedrummer gut', ist Sänger Renato Wesely überzeugt.

Einlass: ab 20 Uhr.
Eintritt: EUR 4,-.

'Freie Presse' - (Tageszeitung/ Chemnitz September 2001)

Vom Ende der Zeit’ - Gruppe Felsenreich mit erster Studio-CD

Felsenreich ist ein Quintett bekennender Dark-Rocker, die aus Chemnitz und Frankenberg kommen. Beinahe folgerichtig heißt die erste Studio-CD der Truppe denn auch ‘Am Ende der Zeit ...’, und die Uhr auf dem professionell gestalteten Cover zeigt fünf vor zwölf. Das dürfte eher schwarzer Humor sein, denn die 1998 von Renato Wesely (Gesang, Gitarre) und Denis Hartzsch (Keyboards, Soundtüftler) gegründete Band steht am Anfang ihrer Karriere, der sie mit ihrer Silberscheibe einen kräftigen Schub verleihen möchte. Durch viele Clubauftritte hat sich Felsenreich nicht nur schon über Chemnitz hinaus bekannt gespielt, sondern legt mit ‘Am Ende der Zeit’ ein reifes Erstlingswerk vor. Die CD besticht durch stilgemäßen, manchmal fast zu perfekten Sound, an dem der erfahrene Produzent Dirk Fleck (u. a. Rainbirds und Warlock) seine Aktie hat. Die Songs wehen zumeist wie ein sanfter Vorbote des Sturms durchs dämmrige Felsenreich, ohne jemals wirklich zum Orkan zu werden. Felsenreich baut nicht so sehr pathetische Klangkathedralen, sondern setzt eher die dunkelbunten Glasfenster in den Gothic-Dom. Es schwebt eine nachdenkliche Trauer über den Liedern, manchmal gemischt mit sanftem Aufbegehren und maßvoller Dramatik (‘The Pilot’, worin die letzten Minuten vor einem Flugzeugabsturz geschildert werden). Die melodischen Stücke mit Pop-Anklängen sind durchaus kompatibel auch über die Gothic Szene hinaus, werden getragen vom gut abgemischten Zusammenspiel des Quintetts. Gitarrist Sören Bräuer kann ab und zu mit einem Solo glänzen, und Keyboarder Mathias Sohn (früher Trysticia) gibt manchen Songs mittels Trompete eine zusätzliche Farbe. Am besten ist Felsenreich immer dann, wenn die Band die Dark- und Gothic-Klischees nicht hundertprozentig erfüllt, wenn man hört, dass sich die Musiker auch schon mal bei Led Zeppelin, Nick Cave und in der Schwermetall-Abteilung umgehört haben, wofür nicht zuletzt Bassist Veit Harzdorf sorgt, der wie alle anderen Felsenreich-Mitglieder Erfahrungen aus anderen Bands mitbringt. (Matthias Zwarg)

'Stadtstreicher'

Plattenkritik

Am Ende der Zeit’, die aktuelle Platte von Felsenreich, lehnt sich an die von London After Midnight veröffentlichte Scheibe ‘Selected Scenes from End of the World’ an. Ein Gesamtkunstwerk, bei dem alle Songs ineinander verstrickt sind und einen Sinn ergeben, der sich nur im Komplex erschließt. Die Trysticia Erbenkapelle aus Frankenberg/ Chemnitz kommt, wie angekündigt mit feinster Aufmachung, straffem Dark-Pop-Sound, entsprechendem Willen zu überregionaler Vermarktung und Anerkennung daher. Ihr Zehn Track Album kann das, nicht nur zum Wave-Gothic-Treffen. Zu den Highlights auf ‘Am Ende der Zeit’ gehören ‘The Pilot’ und ‘The Walk’. Freunden platter Klischees seien die Tracks ‘Felsenreich’ und ‘Angst’ empfohlen. (Karsten Zinsik)

'Noisepoint' – (Online-Portal/ Deutschland)

FELSENREICH "Am Ende der Zeit" (CD - Expander Records/ Triton)

Das Ende der Zeit ist die Ewigkeit, möglicherweise aber auch der Punkt des Abschiedes vom Bisherigen. Umkehrpunkt, Neuentdeckung, Tod vielleicht. 'Felsenreich' zeigen mit Ihrem Album 'Am Ender der Zeit' die Vielschichtigkeit solcher Momente eines Endes auf, Momente deren Vielschichtigkeit um soviel umfangreicher ist als der Augenblick der Geburt. Nur dort sind wohl alle Menschen gleich und gedankenlos.
Wie 'Felsenreich' diese Momente verstehen und gleichsam musikalisch interpretieren, ja zelebrieren, ist schon ziemlich beeindruckend. Sie werden der Individualität der Veränderung dadurch gerecht, dass kein Stück des Albums dem anderen gleicht, sie nicht auf eine musikalische Stilrichtung festlegbar sind. Den BegriffGothicRock empfinde ich nicht als ausreichend. Alle Stücke des Albums sind zwar gut gitarrenlastig, die schwebenden Synthie-Linien sind auch nicht zu überhören. Doch für eine Reduzierung der Musik auf diese eine Richtung ist z.B. 'Submerge' einfach zu kantig. 'Felsenreich' wiederum zu (schön) getragen. Außerdem kam mir im klassischen GothicRock noch nie eine Trompete wie in 'the pilot' zu Ohren. Das hat schon irgendwie Klasse und einzigartig ist es allemal. M. Sohn bringt seinem Trompetenspiel sowieso ein wunderbares und unverzichtbar scheinendes Element in die Musik von 'Felsenreich' ein. Im gesamten Eindruck ist auch die Professionalität der Band nicht zu überhören. Die einzelnen Mannen beherrschen ihr Handwerk, das ist unabstreitbar... 'Am Ende der Zeit' ist mit Sicherheit kein einfaches Album. Bei mir persönlich brauchte es eine gewisse Zeit, bis es im Kopf ankam. Zum Hören für so einfach 'nebenbei' ist es schlichtweg nicht geeignet. Es schwankt dafür zu sehr zwischen Melancholie, Verzweiflung und Wut. Es lohnt sich, 'Am Ende der Zeit' sehr genau anzuhören. Es macht diese Welt nicht erträglicher, aber zeigt die Vielseitigkeit der Abgründe in uns und um uns herum. Diese zu erkennen und sich zu stellen ist wohl sinnvoller, als den unerfüllbaren Traum einer lebenswerten Welt zu träumen.

'Orkus' - (Szene-Magazin/ Deutschland)

FELSENREICH "Am Ende der Zeit" (CD - Expander Records/ Triton)

Ihr erstes reguläres Studioalbum stellt die Chemnitzer Band 'Felsenreich' mit 'Am Ende der Zeit' vor. Für die Namensgebung der CD stand die erfolgreiche Scheibe 'Selected Scenes From The End Of The World' von 'London After Midnight' Pate. Gleichzeitig werden die einzelnen Stücke durch diese Thematik verknüpft, ohne dem Hörer damit fertige Bilder vorzusetzen. Die 1997 als Duo gegründet und dann recht schnell zum Quintett erweiterte Formation versteht es, musikalisch bereits sehr ausgereift zu klingen, und arbeitet dabei – zwar immer gitarrenbasiert, aber doch scheinbar selbstverständlich - mit verschiedensten Stilmitteln. So ist auf 'Am Ende der Zeit' keyboardunterlegter Sprechgesang (Felsenreich) á la 'Misantrophe' genauso zu finden, wie treibender, teils kantiger, teils klagender Gothic Rock (Uterus, The Pilot), totentanztauglicher Gitarrenwave (Cemetery Heart - mein Favorit, Anspieltipp und überhaupt !), in den sich auch noch eine Trompete so genial einfügt, als könnte es das gesamte Genre ohne sie gar nicht geben - und obendrein hoffnungsgeschwängerte Melancholie pur (Trust and Honesty). Eine gelungene Mischung aus der einzig Submerge ein wenig negativ herausfällt, da sich dieser Track in das sonst stimmige Album nicht einfügen will, und sich - von den einleitenden Sequenzen abgesehen - für mich irgendwie anhört, wie eine nicht ganz gelungene Symbiose aus 'Atrocitys' Version des 'DAF'-Klassikers Der Mussolini und 'Oomph!' und noch so einigen anderen bekannten Versatzstücken. Das ist aber auch der einzige wirkliche Ausrutscher. Ansonsten kann ich euch 'Am Ende der Zeit' guten Gewissens empfehlen. (Axel Schön)

'Fatal Underground' - ('Das Underground-Magazin'/ Deutschland)

FELSENREICH "Am Ende der Zeit"

Dachte ich sofort nach dem ersten Anchecken dieser Scheibe in Richtung 'Neue Deutsche Härte', wurde ich schon bei den ersten Klängen eines Besseren belehrt. Und ich muss zugeben, schwer fällt es mir, für das hier Gebotene, die passenden Worte zu finden. Denn das was hier an des Hörers Lauschlappen dringt, ist enorm facettenreich und eher schwer zu beschreiben. Sicherlich bewegt sich 'Felsenreich' in Richtung Wave, ohne hierbei jedoch eindeutig diesen Stil hervorzuheben. Zwar behaupte ich jetzt mal knallhart, daß man vor allem Einflüsse von 'Sisters of Mercy' und sogar teilweise 'Goethes Erben' erkennen kann, aber ist alles andere als ne negative Erscheinung. Die Band läßt trotzdem einen sehr eigenen Stil erkennen. Und bei der Gestaltung der einzelnen Songs läßt man sich immer wieder was Neues einfallen, um keine Eintönigkeit aufkommen zu lassen. Teils zeigt man sich äußerst gefühlvoll melancholisch mit 'nem ganzen Sack voller Atmosphäre, dann geht's andererseits auch richtig rockig voran. Ich muß der Band echt zugestehen, daß jeder der einzelnen Songs dieses gewisse 'Etwas' hat, was einen immer wieder aufhorchen läßt. Stimmenmäßig bewegt man sich auch nicht nur auf einer Ebene, sondern weiß diese in den vielfältigsten Variationen einzusetzen. Nicht schlecht !

'LeFantastique.Net' - ('Online-Magazin'/ Frankreich)

FELSENREICH "Am Ende der Zeit"

'Felsenreich' wurden im Jahre 1997 gegründet. Im Jahre '99 folgte ihr erstes Album 'The Death Is Behind You'. 2000 legte sie mit 'Am Ende Der Zeit' ihr aktuelles Album nach. Es ist die Rede von reiner deutscher Gothik- Musik mit allen dazugehörigen Requisiten in vollständiger Rüstung. Zugbrückengeknarre, höhnisches, sarkastisches Gelächter und Geheul und anderen Eulenspiegeleien. Die theatralische Seite erinnert sehr an 'Goethes Erben' (Titel: 'Felsenreich'). Aggressiver wird es mit den Stücken 'Uterus' und 'Cemetery Heart'. Gitarren wie bei 'Love like Blood' sind bei den Titeln 'The Pilot' und 'Submerge' zu hören und ziehen mehr Zuhörer in ihren Bann. Eine der Kuriositäten dieses Albums ist die Verwendung einer Trompete, welche einen Hauch Mexico in das Ganze bringt (Titel: 'Angst'). 'Am Ende Der Zeit' endet mit dem Stück 'The Walk', welches sehr trendy und handwerklich sehr gut rüberkommt. Das Album ist im Großen und Ganzen sehr gut produziert, nur ist ein gewisser Mangel an Orginalität zu bedauern. (Frederic Cotton – 03/2002)

'Syntipop' - (Online-Magazin/ Deutschland)

FELSENREICH "Am Ende der Zeit" (CD - Expander Records/ Triton)

Dieses erste Final-Produkt hat länger gebraucht als üblicherweise vorausgeplant war. Grund dafür war eine schwere Erkrankung eines Bandmitgliedes, so wurde das Werk über mehrere Monate hinweg, am Ende zusammengesetzt. Der Grundgedanke des Albumkonzeptes ist verbunden mit dem Gedanken des 'London After Midnight' Album 'Selected Scences From The End Of The World', nur das es sich hierbei nicht um das Ende der Welt sondern um das Ende der Zeit dreht. Mit tiefem Dark-Metal-Rock agieren sie recht impulsant und der zögerlich weinende Gesang trägt sein weiteres dazu bei. Die Songs sind alle recht gut gestaltet und es kommt gar keine Langeweile zustande. Mal sehen wie weit es die Leutchen bringen . . .

Resultat: Gute SzeneKombi, dürfte von offenen 'Cure' bis hin zu 'Shadows' und natürlich 'Untoten'-Fans (wo seid IHR?) annehmbar sein !
Wertung: 77 %

'Der Medienkonverter'

Felsenreich - Am Ende der Zeit

1999 erschien die erste Demo von ‘Felsenreich’, es folgten Samplerbeiträge und mit ‘Am Ende der Zeit’ erscheint das erste Album der Band ... ‘willkommen im Felsenreich’! 10 Tracks sind auf der CD, wobei der sphärische Titel ‘Felsenreich’ zweimal vertreten ist und als erster und letzter Track (instrumental) die restlichen Stücke sozusagen einrahmt. Produziert wurde das Ganze in den ‘Music-Park’ Studios in Wuppertal von Dirk Fleck (er produzierte u. a. Doro Pesch, ‘Rainbirds’ und war Tourmanager sehr vieler Bands von Philip Boa über ‘Dead can Dance’ bis Billy Bragg etc.). Den Stil dieser Band könnte man irgendwo zwischen Dark-Wave und Goth-Rock einordnen. Die sehr guten, goth-typischen, dunklen Vocals schaffen es den Songs eine eigenständige Atmosphäre einzuhauchen. Nicht zuletzt trägt auch die ausgefallenen Instrumentierung dazu bei ... ich meine da Trompeten und eine Posaune heraus zu hören?! Besonders gut gefallen haben mir die Stücke ‘Uterus’, ‘The Pilot’ und ‘Cemetery Heart’ wegen ihrer treibenden Beats, und der tiefen Bass-Linien. Weniger gut, weil fast schon Goth-Metal fand ich ‘Submerge’ und ‘Hardcore’. Insgesamt aber eine sehr interessante, abwechslungsreiche Scheibe, die für Fans dieses Genrès sicher sehr interessant sein dürfte.

Auf der Homepage der Band kann man übrigens per MP3 in das Felsenreich abtauchen. (Oliver W.)

'Amboss Webzine' - (Onlinemagazin/ Deutschland)

FELSENREICH "Am Ende der Zeit" (Electro Dark Wave)

Das diese Band erst vor 3 Jahren das Licht der Welt erblickte ist nie erkennbar, derart ausgereift und innovativ klingt ihr erstes (abgesehen von einer EP und einem Samplerbeitrag) Werk. Es gab mal eine Zeit da diente der Underground als Ideengeber für etablierte Bands. Heute ist es doch meistens so, dass sich der Underground als Klon sieht, der in kopierender Einfachheit in fremde Fußstapfen tritt, die viel zu groß sind und meilenweit vorauseilen. Felsenreich aus Chemnitz drehen das Rad der Zeit zurück und bestechen durch einem Ideenreichtum und eigener Regieführung. Düstere, getragene Sounds werden von einer wandlungsfähigen Stimme begleitet, deren Ausdrucksstärke wie ein schwarzer Monolith im Gesamtsound steht. Vorhandene Ecken und Kanten werden von einem ergreifenden Melodiefluss zu einem Diamanten geformt. Der deutsch gesungene Opener "Felsenreich" streut Erinnerungen an frühe "Goethes Erben", während das, von treibenden Goth Rock bestimmte "Uterus" neben eindringlichen Dark Melodien vom wechselhaften Gesang Renatos lebt. Er variiert zwischen tiefer Dunkelheit und heller Verwegenheit. Die Eigenständigkeit beweist man mit einer derart düsteren Trompete als Intro, die sich ein tränenreiches Intermezzo mit elektronischen Soundstrukturen liefert. "The Pilot", ein Song der die Gedanken eines Piloten während des Absturzes beschreibt, wird in ein derart schönes dunkles Gewand gepackt, das man sich endlich mal die Freude japanischer Kamikaze Piloten erklären kann. Auch hier erzeugt die Trompete ein fast fremdartiges jazziges Feeling voller getragener Atmosphäre. Der Refrain wird mit chonsonesker Tiefe in die Gehörgänge transportiert. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, da kann keine Steigerung mehr kommen. Weit gefehlt, denn das folgende "cementary heart" entwickelt sich immer mehr zu meinem Lieblingssong. Depressiv, mit einer treibenden Melodie versehen läßt Shouter Renato seiner Stimme ein kleinen Platz zu krankhaften Ausbrüchen. Wie wahnsinnig schlägt er seinen Gesang der Düsternis entgegen. "Trust and Honesty " erinnert an "eclipse" von Kirlian Camera. Die Melancholie verwandelt sich im Mittelteil zu einem rockigen Ausbruch. Dieser wird einem Dompteur gleich von Renato in einen liebevollen Panther der Finsternis verwandelt. Und so könnte ich weiter machen, jeder Song für sich ist ein dunkler Juwel voller Innovation, Eindringlichkeit und Energie. Für alle, die einen Vergleich haben wollen, stellt euch vor David Bowie wäre der Erfinder des Gothic und würde mit seinen Söhnen Tilo und Jay einen Soundtrack für einen englischen Gruselfilm schreiben. Der Regisseur des Films ist ein Nebelfanatiker und ein hoffnungsloser Endzeitromantiker. Für ein gelungenes Ende der Zeit sollen die Fanfaren der Dunkelheit ein Szenario liefern, dessen Eruption als ewig existierender Vulkan die glühende Lava über diejenigen fließen läßt, welche nicht in demütiger Erstarrung vor "Felsenreich" stehen. Weitere Infos unter www.Felsenreich.de (Andreas)

'Black' - (Gothic-Magazin/ Deutschland)

FELSENREICH "Am Ende der Zeit" (CD - Nachtsequenz/ Expander Records)

Hm waren da 'Goethes Erben' am Werk ? Fast könnte man diesem Irrglauben erliegen, wenn man den ersten Track Felsenreich der gleichnamigen Frankenberger (Sachsen) Band mit Oswald Henke-artiger Intonation im Ohr hat. Doch der Schein trügt ! Hinterhältig und infam täuscht die Band, die eigentlich mehr im dezenteren Gothic-Metalgenre wirkt über ihre wahre Identität, die sich jedoch spätestens bei den folgenden Tracks offenbart. Hatte man gehofft, 'Felsenreich' seien ein neuer blitzender Stern am Genrehimmel, wird man bald eines besseren belehrt. Trotz satter Produktion bleibt das Debut 'Am Ende der Zeit' ein wenig zweidimensional: Man hört hier ein wenig 'Sisters', dort einen Anflug 'Nosferatu'. 'Felsenreich' wechseln so souverän und leichtfüßig ihre Stilnuancen wie andere ihre Unterwäsche. Wie die Band bereits auf ihrer Homepage verkündete, sei 'Felsenreich' so facettenreich, so kantig und divers wie eine Felsenformation. Da haben die Jungens nicht zuviel versprochen. Melodiöse Gitarren mit Liebe zum Detail, die an die 70'er Jahre Brian May ('Queen') erinnern, fette Riffs, psychedelische Schweineorgel, Klaviereinlagen und vor allem eingängige Rhythmen in satter Produktion, die den Händen von Dirk Fleck (Producer von 'Doro', 'Rainbirds') entstammt, machen 'Am Ende der Zeit' schon irgendwie besonders. Dabei beweisen unter anderem die Stimmen der Sänger Mathias Sohn (im übrigen Diplom Musiker) und Renato Wesely stilsichere Sicherheit und das sowohl im Englischen als auch im Deutschen. Zwischen LACRITZMÖSigem Gekreische auf Cemetery Heart (ich erinnere hier nur an Tilo's beste Zeiten auf - war es schon 'Schakal' oder noch 'Satura' ???) sattem Pitche-Peter (Hardcore - im übrigen ein echt fieses Stück ...) und bestem Gothicgegrummel bedient 'Felsenreich' jeden Geschmack. Zugegebenermaßen können die Herren 'Felsenreich' schöner kreischen als Herr W. Als Novum haben sich 'Felsenreich' ein besonders Schmankerl einfallen lassen. Anstelle der üblichen Gitarrensequenzen stößt ab und an der tapfere Herr Sohn, zugegebenermaßen gekonnt, nein nicht ins Horn, sondern in die Trompete, was den Tracks allerdings manchmal einen ziemlich fiesen Hauch Spaghettiwestern-Ambiente, wahlweise den Charme eines Weihnachtskonzertes verleiht. Ich weiß es ist gemein, aber jedesmal wenn ich euch höre, Jungens, sehe ich Clint Eastwood und Henry Fonda vor mir *g*.

Der Titel trifft mein Bauchgefühl: Angst ... Besondere Aufmerksamkeit verdient der Track Trust and Honesty, den Sören Bräuer in einer Zeit schrieb, als Mathias Sohn schwer erkrankt war, und noch unsicher war, ob er überhaupt überleben würde. Abschluß findet das kleine Kunstwerk in einer Instrumentalversion des Titeltracks. Zwar muß ich gestehen , daß 'Felsenreich' nicht unbedingt 'meine' Musik macht, aber selten habe ich mich lieber durch metallastiges gehört als bei 'Am Ende der Zeit'. Als Anspieltips kann ich den Titeltrack und The Walk empfehlen, meines Erachtens die Glanzstücke auf 'Am Ende der Zeit'. Außerdem muß ich erwähnen, daß das Cover und Booklet der CD außergewöhnlich geschmackvoll gestaltet sind. Für liberale Fans des bombastischen Goth-Metal-Genres und besonders in der jetzt beginnenden Zeit mit Kerzen und Tee sicher ein absolutes Muß! (R. H.)

'Schattenklan' – Gothik- Online-Magazin

Felsenreich - Am Ende der Zeit

Das ging ja wirklich schnell, kaum hatte ich Infomaterial der Chemnitzer angefordert... hatte ich auch schon Post im heimischen Schatten-Klan Postsarg! Nach dem erstem Hören dachte ich WOW! Sehr professionell die Geschichte. Und dies sollte sich auch bis zum Ende des mir vorliegendem Albums behaupten. Selten habe ich so ein ausgefeiltes und durchdachtes Machwerk gehört. Da stimmt alles... Im Bandinfo werden sie mit den 69 Eyes verglichen, dies kann ich nicht nachvollziehen. Eher würde ich vom Liedaufbau zu CREMATORY dentieren. Bei "The Walk" erinnert mich die Geschichte sogar etwas ans Schaffen von "London after Midnight" Bis auf das Intro "Felsenreich" und "Submerge" sind alle Texte in englischer Sprache gehalten, was ich persönlich etwas schade finde. Obwohl es für CHEMNITZER ein sehr akzentfreies Englisch ist *g*! Die Musik ist wie der Bandname verrät. FELSENREICH, schroff und doch in sich harmonisch. Im Moment fehlen mir eigentlich etwas die Worte denn während ich hier schreibe läuft die CD immer noch im Hintergrund. Und meine Gedanken gehen auf die Reise... auf eine Reise getragen durch die Klänge von FELSENREICH. Eigentlich will ich hier keine Lobeshymne singen, aber ich glaube, die Band hat nun einen Fan mehr! Ein kleines Manko ist eigentlich nur der monotone Klang der Drums. Dieser Klang zieht sich von Lied zu Lied und verändert sich nicht wirklich, was soll's... (aber es ist wirklich das einzige was etwas nervt...) Man kann mit dieser Musik einfach träumen, den Alltag seinen Lauf lassen... Seine Seele treiben lassen... Ich werde in den nächsten Tagen auf jeden Fall noch einen etwas längeren Bericht über diese Band schreiben und bis dahin kann ich euch nur eines ans dunkle Herz legen... Besorgt euch eine CD von FELSENREICH und überzeugt euch selbst! Lasst euch gefangen nehmen von diesem Sound!

Unser Urteil:
volle Punktzahl mit ein paar EXTRA Punkten *g*
Meine Anspieltipps fallen mir schwer:
Ich empfehle Titel 8, 9, 4 und 1 (und der Rest)!

Aber wie gesagt, ihr werdet hier auch noch einiges über die Band zu lesen bekommen (ob ihr wollt oder nicht *g*)!!!

'Chain DLK' - (Online-Magazin/ Dänemark)

FELSENREICH "Am Ende der Zeit" (CD - Expander Records/ Triton)

First full length release for this German quintet, after the 1999 EP 'The Death is Behind You' and the compilation appearance 'The Wisdom' in the 'Astan' music magazine sampler. 'Felsenreich' play mildly complex goth-rock with some symphonic arrangements here and there (see the eponymous track, opening and closing the work); the voice has some Bauhaus resemblance, while the music is more in the vein of 'Garden of Delight'. I can say they're good musicians and I guess it's a well done work for its own genre, but honestly, I haven't been thrilled at all by their performance. Plus the programmed drumming doesn't fit with the more aggressive and rocking tracks, giving them a bad 'plastic-sound'. I really think they should give a more definite identity to their sound, as ideas and technics are good, but still out of focus. Or pssible it's only a problem of mine with goth-rock . . .

Review by: Eugenio Maggi

'Blackchurch' – (Samplerbeitrag: „Cemetery Heart“)

Rezension zum Blackchurch-Sampler:

Trackliste:

01. Metallspürhunde - "Blut & Spiele"

02. Tears of Mystigma - "Mirrorblade"

03. Golden Apes - "Nova"

04. Advocatus Diaboli - "Lord Strange"

05. Fearing Christmas - "Das Haus"

06. Sharon Next - "Take Control"

07. Davos - "Eleven"

08. Rebentisch - "Verstossen"

09. Graphik Magazin - "Arten einer Pop Kultur"

10. Lost in Venice - "Stuck in the Middle"

11. The Mystery - "1.000.000 light years away"

12. Ophelias Nightmare - "Darkest Hour"

13. Temple of twilight - "Anywhere"

14. Felsenreich - "Cemetery Heart"

15. Adversus - "Seelenwinter"

16. Arts of Erebus - "Book of Blood"

Da liegt er also bei mir auf dem Tisch. Der "Blackchurch Vol. 1"-Sampler des 2002 gegründeten Labels X5-452. "New Music from the Gothic Underground" steht dort auf dem Cover. Da bin ich doch gespannt was mich heute erwartet. Die Tracklist zeigt diverse Newcomer, aber auch einige schon etwas bekanntere Namen aus der Gothic-Underground-Szene. Also los gehts:

Den Anfang machen die "Metallspürhunde". Deren "Blut & Spiele" lief bereits auf einigen Radiostationen und ist ein absoluter Ohrwurm. Auch "Tears of Mystigma" liefern hier einen recht flotten Gothic-Rock Song ab. Etwas ruhiger wird es dann mit den "Golden Apes", die besonders durch die tiefe Stimme des Sängers gekennzeichnet sind. Der Song von "Advocatus Diaboli" hat neben dem tiefen Gesang des Sängers auch weibliche Vocals. Der ganze Song ist recht rockig und flott. "Fearing Christmas" sind mit einem deutschsprachigen, sehr ruhigen und klavierbetonten Song vertreten, der mich etwas an "Lacrimosa" erinnert. Weitergerockt wird bei "Sharon Next" und das richtig geil. Das ist wirklich Futter für die dunklen Tanzflächen. Mit "Davos" geht es nun einmal in Richtung Synthi-Pop. Etwas wie "Depeche Mode", aber doch insgesamt flotter. "Rebentisch" bringt mit "Verstossen" einen sehr gefühlvollen und melancholischen Song. "Graphik Magazin" erinnern mich mit Ihrem minimalistischen Synthi-Sound und dem abgehackten Sprechgesang an die gloreichen 80er Jahre. Die Anfänge deutscher Wave-Musik. Cool, dass es sowas noch gibt. Wieder gitarrenorientiert, ein bischen Britt-Pop-artig geht es mit "Lost in Venice" weiter. "The Mystery" gehen mit weiblichen Vox flott in Richtung Metal ( irgendwie Richtung Warlock). "Ophelias Nightmare" wird wieder düsterer und sphärischer, mit weiblichem und männlichem Gesang. Orchester Hits, harte Gitarrenriffs, böse Synthi-Chöre, Operngesang, Black-Metal Stimme......und das alles in einem Song. Auf jeden Fall sehr abwechslungsreich. Wieder Metal-lastiger wird es mit "Temple of twilight", schon fast etwas "Scorpions"-like. "Felsenreich" fangen ruhig mit Piano, fast soundtrackartig an, um dann loszulegen. Orchestraler wird es dann mit "Adversus". "Seelenwinter" ist ein absoluter Power-Song für die Tanzfläche. Mein Lieblingssong dieses Samplers. Beendet wird der Sampler dann mit "Arts of Erebus", die hier mit einem klassischen Gothic-Rock Song vertreten sind.

Kommen wir nun zum Fazit: Dieser Sampler ist für mich bisher definitiv die Überraschung des Jahres. Die Zusammenstellung der Bands für so einen Sampler ist absolut gelungen. Bei 16 Tracks kein einziger Song, der schlecht wäre oder nicht überzeugen könnte. Da können sich einige "große" Samplerreihen eine dicke Scheibe von abschneiden. Wer überwiegend gerne gitarrenorientierten Gothic-Rock hört, kann mit diesem Sampler keinen Fehler machen. Würden wir Punkte vergeben: Volle Punktzahl

Erscheinungsdatum: 2004

'Trance Form'

Felsenreich kommen aus Chemnitz. Aus diesem Umstand rekrutiert sich das Umfeld, in dem ‘Am Ende der Zeit’ entstanden ist. Da ist auf der einen Seite Schinder Keyboarder Mathias Sohn, der bei der Produktion mitmischte, auf der anderen das Label Black Rain. Musikalisch beruft die Band sich auf keine geringeren als London After Midnight, deren Art und Weise, die Songs miteinander zu verbinden, man sich abschaute. Auch das thematische Konzept ist dem Ende der Neunziger Jahre veröffentlichten L. A. M.-Album ‘Selected scences from the End of the World’ entlehnt. Nach dem deutschsprachigenEinstieg wird weitestgehend englisch von herannahenden Enden unterschiedlicher Größenordnung erzählt. Zu jedem Song findet man im Booklet die Texte. Die graphische Gestaltung von Cyan bis Schwarz ist sehr solide und verdient im Angesicht so mancher augenkrebsverursachenden Entgleisung, gerade im düsteren Genrè, wohlwollende Beachtung. Trotz so vieler Paten und Inspiranten bleibt die Musik von Felsenreich aber sehr eigen. Mittels Keyboards unterstützter, modern anmutender Gothic Rock untermalt einen Sänger, der sehr oft nach Diary Of Dreams klingen will, allerdings sich nicht scheut auch in metallische Schreikrämpfe zu verfallen. Da kommt schon mal der eine oder andere scratch-Sample vor. ‘Hardcore’ ist dann auch musikalisch eine kleine Hommage an diese Art von Sound. Sehr nett, wenn auch gewagt, da man die Toleranz des Hörers zwar nicht strapaziert, aber doch ein wenig fordert. Insgesamt leistet man sich 2-3 kleinere Entgleisungen und eine Industrieblende. Doch damit hört das Mäkeln schon auf, denn an Einfallsreichtum und Respektlosigkeit im Umgang mit den gängigen Schubladen und Klischees mangelt es hier keineswegs, sodaß wir mit Felsenreich sicherlich einen’ Hopeful’ mehr begrüßen dürfen. Jetzt hängt es davon ab, wie die Bandentwicklung fortschreitet. Ich wünsche, in Anbetracht dieses starken Debüts optimistisch gestimmt, hochachtungsvoll alles Gute. (Frank Reinhold)

'Digilander'

Felsenreich - Am Ende der Zeit CD nachtsequ. IN STOCK!

Der Albumtitel ‘Am Ende der Zeit’ ist aus der Idee heraus geboren, allen Songs eine Verbindung zu geben. Die amerikanische Gothic-Legende London After Midnight veröffentlichten Ihr erstes Album mit dem Titel ‘Selected Scenes from End of the World’, welchen Felsenreich als Inspiration für ihren Albumtitel nahmen. Felsenreich ist ein Deutscher Gothic/ Neofolk Rock Act, die ein extrem schönes und abwechslungsreiches Debüt abliefern. Von dem neofolkigen Opener ‘Felsenreich’ mit Cembalo, Piano und Trompetenklängen geht es zu Gothic Rock Balladen der Marke Merry Thoughts oder Garden of Delight und dunklen atmosphärischen Tracks wie ‘Trust and Honesty’, dieses Album bedient sich einer perfekten Mixtur aus Einflüssen verschiedener Dark Wave/ Gothic Musik. Manchmal romantisch traurig, dann wieder rockig mit leichten Metal-Einflüssen, Felsenreich offenbaren ein weites Spektrum an Dark Sounds, alles ist wunderbar arrangiert und schön produziert und findet so beim Hörer schnell Beachtung. Die CD kommt in einem sehr schönem Artwork/ Booklet daher und rundet den sehr guten Eindruck, den ich von diesem Album habe, ab.

'EQUINOXE' - (Szene-Magazin/ Deutschland)

FELSENREICH "Am Ende der Zeit" (CD - Expander Records/ Triton)

'Felsenreich' wehren sich nach Kräften gegen das momentane Siechtum des Gothic Rock-Genres. Und mit 'Am Ende der Zeit' erzielen sie bei diesem Unterfangen zumindest einen Achtungserfolg, denn die aktuelle CD wartet mit frischen Ideen, abwechslungsreichen Kompositionen und einer sehr ordentlichen Produktion auf. 'Felsenreich' erreichen zwar nie das Niveau von 'Anathema' oder Paradise Lost, aber Liebhaber dieser Stil-Richtung sollten der Band auf jeden Fall eine Chance geben. (Kai Fischbach)

'CD-Search' - ('Onlineshop'/ Deutschland)

FELSENREICH "Am Ende der Zeit" – CD

'Am Ende der Zeit' ist die bereits zweite Veröffentlichung dieser 1998 gegründeten Formation aus der Chemnitzer Ecke. Nach einigen Wechseln in der Bandbesetzung, setzt sich das heutige Line-Up aus Musikern zusammen, die unter anderem schon in Bands wie 'Die Schinder' oder 'Trysticia' gespielt haben. Hört man den Opener 'Felsenreich' ist man irgendwie geneigt, die Platte gleich wieder aus dem Player zu holen. 'Das Ich', 'Goethes Erben' oder 'Lacrimosa', so waren die ersten Gedanken die mir in den Kopf kamen. Doch weit gefehlt. Ein Blick ins Booklet der CD verspricht für den Rest der Scheibe englische Texte, und das nicht mal die schlechtesten. 'Felsenreich' spielen eine Mischung aus Gothic, Rock und Wave, die mich ein wenig an italienische Gothic-Bands wie 'The Frozen Autumn' erinnert. Gesanglich ist hier mit Sicherheit noch einiges zu arbeiten, da die Vocals stellenweise zu gepresst und zu aufgesetzt wirken. Ansonsten aber eine saubere Produktion, die man sich als Freund dieser Richtung bedenkenlos zulegen kann. (Torsten Gentzsch)

'Refraktor' – ('Internet-Magazin'/ Deutschland)

FELSENREICH "Am Ende der Zeit" CD (EXPANDER REC.)

'Felsenreich' ist eine Band mit einer noch ziemlich jungen Geschichte. Alles begann 1997 als Studio-Projekt 'Graves in Moonlight' und entwickelte sich im Laufe der Jahre zur Band 'Felsenreich'. Die Musik ist ein Gebinde aus harten Gitarrenriffs und klagenden Keyboardmelodien durch welche sich eine Trompete hindurch ihren Weg bahnt. Mal rockig, dann wieder melancholisch, so decken 'Felsenreich' die musikalischen Facetten ab und bewahren immer ihre musikalische Eigenständigkeit. Produziert wurde die Scheibe von Dirk Fleck ('Warlock', 'Rainbirds') in Zusammenarbeit mit Mathias Sohn ('Die Schinder'), welcher bei 'Felsenreich für die Keyboards und die Trompete zuständig ist. Alles in allem ist diese CD eine gute Elektronik-Dark-Wave Scheibe Made in Sachsen, welche auch Freunde metallischer Klänge begeistern kann. (TM)

'Noisepoint' – (Online-Portal / Deutschland)

Man kann einen Winterabend auf zweierlei Arten verbringen: Entweder man erfreut sich der Landschaft und ist froh, dass das Land unter dem Schnee endlich friedlich aussieht und gibt sich damit zufrieden, oder man gibt sich gleich ganz den dunklen Gedanken hin und hört Musik. Zum Beispiel dieses Album von FELSENREICH. Es eignet sich doch recht gut zum bösen Gedankenspiel. Die Nacht wird ein Stück schwärzer, der Geist folgt ihr willig. Er macht dies zwar nicht zu 100 Prozent, dafür fehlt "the death is behind you..." vielleicht der letzte Rest absoluter Gnadenlosigkeit. Allerdings kenne ich auch nur zwei Künstler, die dies zumindest bei mir schaffen. Es bleibt so zumindest die Möglichkeit zur rechtzeitigen Wiederkehr in die Wirklichkeit, die diese Flucht eigentlich bedingt. FELSENREICH ist es aber mit ihrem ersten Album trotzdem gelungen, Atmosphäre zu erzeugen. Dabei verzichten sie nicht auf die bekannten Elemente. Die Gitarren gehen einfach und gut geradeaus, R. Wesely's Gesang ist teils aggressiv, teils schwerbeladen und bei Track vier ("in my dreams") fast schon episch. Und eben dieser Titel ist mein persönlicher Höhepunkt der Scheibe und stellt gleichsam den Wendepunkt dar. Der aufgezeigte Weg zurück in die Realität sozusagen. Ist nicht schlimm, dass ich mit "the death is behind you..." nicht länger im Dunkeln verbleiben kann. Meistens ist es ganz gut, wenn man einen Fluchtweg hat. Über die musikalische Beschaffenheit des Albums möchte ich nicht näher eingehen. Nur soviel sei zu sagen, dass FELSENREICH den positiven Status mit Sicherheit erreicht haben. Es passt alles und was gut ist, muss man nicht zerreden. Also kann die geneigte Hörerschaft dies ruhig als Empfehlung auffassen.